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Lindsey Vonn spricht über Zweifel an ihrem Körper © Getty Images

Lindsey Vonn berichtet von großen Selbstzweifel. Zwischen Models und Schausspielerinnen sei sich zu dick vorgekommen. Heute findet sie sich "trotzdem" hübsch.

Auf der Piste unwiderstehlich - auf dem Roten Teppich fehl am Platz?

US-Star Lindsey Vonn hat zugegeben, dass sie sich in ihren Körper einst sehr unwohl gefühlt hat. Vor allem Hollywood-Auftritte an der Seite von Models und Schauspielerinnen hätten ihr große Probleme bereitet. 

"Ja, ich habe mich geschämt. Ich habe gedacht: Ich bin hier total falsch. Ich habe 20 Kilo mehr als die anderen hübschen Frauen. Was mache ich bloß hier?" sagte die Ski-Rennfahrerin in einem Interview mit der Bild-Zeitung. 

"Du bist zu dick"

Vonn plagte sich mit schweren Selbstzweifel: "Oh Gott, du bist zu groß! Du bist zu dick." Die 32-Jährige berichtet von einem Kampf in ihrem Inneren. "Ich musste mich überwinden, um das durchzustehen." 

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Heute fühle sie sich in ihrerer eigenen Haut deutlich wohler - auch wenn sie im Blitzlichtgewitter steht. "Ich habe akzeptiert, dass mein Körper mein Körper ist. Ich habe sehr viel Erfolg mit meinem Körper gehabt. Er ist stark: Egal, ob ich dicker, größer oder anders als die Kino-Stars bin – ich bin trotzdem hübsch." Sie habe jetzt ein viel besseres Selbstvertrauen. 

Das gesteigerte Selbstwertgefühl ist nicht die einzige Änderung: Auch an ihrere Ernährung habe sie geschraubt. "Früher wusste ich überhaupt nicht, wie ich mich ernähren soll. Aber jetzt sage ich niemals mehr: 'Das darfst du nicht essen!' In Maßen ist bei mir alles erlaubt." 

Das einzig, auf was sie nicht verzichten kann - und will - ist Schokolade oder Eiscreme. "Burger oder Pizza brauche ich nicht, eher Süßigkeiten." 

Kein Verzicht auf Olympia

Schon immer mit sich im Reinen war Vonn, wenn es auf die Piste ging. Und auch deswegen denkt sie noch nicht an ein Karriere-Ende. Nach der kommenden Saison werde noch nicht Schluss sein. 

Und auch ein Verzicht auf die Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang komme für sie nicht in Frage - trotz der politisch angespannten Lage in Korea. Sie stelle sich zwar oft die Frage, "ob die Spiele stattfinden, und ob wir alle sicher sind." Die Situation mache ihr Angst. Aber:  "Gibt es ein Rennen, nehme ich sicher teil."

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