vergrößernverkleinern
Floyd Mayweather jr.  (r.) bezwang Marcos Maidana nach Punkten
Floyd Mayweather jr. (r.) bezwang Marcos Maidana nach Punkten © getty

Weltmeister Floyd Mayweather jr. hat seinen 47. Kampf in Serie gewonnen.

In Las Vegas besiegte der 37 Jahre alte "Pretty Boy" den Argentinier Marcos Maidana im Rematch über zwölf Runden einstimmig nach Punkten.

Seit seinem Olympiasieg 1996 in Atlanta hat der Champion im Welter- und Halbmittelgewicht nicht mehr verloren.

In der achten Runde der Aufreger: Mayweather wurde von Maidana gebissen.

Der Champion drückte dem Argentinier seinen Handschuh ins Gesicht, riss dann plötzlich die Hand hoch und schrie: "Er hat mich gebissen!"

Der Ringrichter überprüfte daraufhin den Handschuh und redete mit beiden Boxern.

Mayweather schimpfte nach dem Kampf: "Nach der achten Runde konnte ich meine Hand nicht bewegen. Sie war taub."

In den letzten beiden Runden des Kampfes hatte Mayweather kurzerhand die taktischen Vorgaben seines gleichnamigen Vaters und Trainers über den Haufen geworfen.

"Er hat gesagt, ich solle in der elften Runde langsam machen und dann in der zwölften losfeuern, um damit am Ende noch einmal richtig Eindruck auf die Punktrichter zu machen", berichtete der Champ: "Ich habe es aber lieber anders gemacht, ich habe in der elften Runde geboxt und in der zwölften verteidigt."

Dem Vorwurf, er sei mittlerweile in die Jahre gekommen, begegnete Mayweather mit Ironie.

"Ich weiß nicht, wie man sich als alter Mann fühlt, aber ich weiß, wie man sich als Sieger fühlt", sagte er leicht verärgert: "Ich bin in der Lage, meine Taktik und mein Tempo von Runde zu Runde zu verändern, und ich komme dabei nicht besonders ins Schwitzen."

2015 will Mayweather, der als bestverdienender Sportler der Welt gilt, seine Karriere beenden, bis dahin plant er noch zwei weitere Kämpfe.

Sollte er die gewinnen, würde er die Rekordmarke des ehemaligen Schwergewichtschampions Rocky Marciano (49 Siege/43 K.o. ) einstellen.

Ob es möglicherweise noch zum mit Spannung erwarteten Super-Fight gegen Manny Pacquiao kommt, ließ der Champion offen.

"In seinem letzten Fight hat Manny viel zu viel über mich nachgedacht, und man hat gesehen, was dabei rausgekommen ist", sagte Mayweather über die Niederlage des Filipino gegen den Mexikaner Juan Manuel Marquez im Dezember 2012: "Für mich kann ich sagen, dass ich über nichts und niemanden weniger nachdenke als über Manny Pacquiao."

Ein weiterer möglicher Gegner für Mayweather könnte der Brite Amir Khan sein, der am Sonntag in Las Vegas am Ring saß.

"Natürlich ist er ein potenzieller Kandidat für einen Kampf gegen Floyd", sagte Leonard Ellerbee, Chef von Mayweather Promotions: "Amir Khan ist ein sehr guter Kämpfer genau wie eine Menge anderer Boxer."

Am Rande des Kampfes gegen Maidana, den Mayweather von Beginn an klar dominierte, kam es rund um den MGM Garden erneut zu schweren Ausschreitungen.

Bereits beim ersten Duell der beiden Boxer im Mai waren etliche Zuschauer bei ähnlichen Unruhen vor dem Garden schwer verletzt worden.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel