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Mauricio Sulaiman ist Präsident des Weltverbandes WBC

Profiboxerinnen sollen künftig besser bezahlt werden. Dies kündigte Mauricio Sulaiman, der Präsident des Weltverbandes WBC, am Wochenende nach der ersten Frauen-Box-Convention im mexikanischen Carmen del Playa an.

"Wir wollen, dass Frauen für die harte Arbeit, die sie im Gym und im Ring leisten, angemessen bezahlt werden", sagte Sulaiman, "bisher können Frauen nur in einigen wenigen Ländern gutes Geld verdienen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass sich dies in naher Zukunft ändert."

Laut einer WBC-Leitlinie sollen Weltmeisterinnen bei Titelverteidigungen Kampfbörsen von mindestens 25.000 Dollar (knapp 20.000 Euro) verdienen. "Das ist natürlich bei Weitem noch nicht genug, aber ein erster Schritt in die richtige Richtung", so Sulaiman weiter.

Die Mindestbörse wird nicht zwingend vorgeschrieben, damit mögliche Kämpfe nicht an der Vorgabe scheitern. "Trotzdem werden wir alles tun, was in unserer Macht steht, um sicherzustellen, dass sich die Verdienstmöglichkeiten von Frauen und Männern im Profiboxen weiter angleichen", sagte der WBC-Chef, der sich in Mexiko mit seinen Kollegen der konkurrierenden Verbände WBA und IBF traf. Anwesend waren auch rund 30 ehemalige und amtierende Weltmeisterinnen, darunter die Augsburgerin Nikki Adler (Supermittelgewicht).

Ex-Weltmeister Oscar De La Hoya, Vorstandsvorsitzender der "Golden Boy Promotion", überraschte die Anwesenden mit einer historischen Ankündigung. Bislang promotet der größte und erfolgreichste Boxstall der Welt nur Männer-Kämpfe. "Ich verspreche hiermit, dass wir in Zukunft auch ins Frauenboxen einsteigen", kündigte de la Hoya an.

Im Vorfeld des Treffens hatte es einen Gipfel zwischen den großen Weltverbänden WBC, WBA und IBF gegeben, die in Zukunft enger zusammenarbeiten wollen. Ziel soll sein, in Titelvereinigungs-Turnieren nur noch einen Weltmeister in jeder Gewichtsklasse zu küren.

"Das Meeting war sehr gut und sehr konstruktiv", sagten die Präsidenten Sulaiman, Gilberto Mendoza (WBA) und Daryl J. Peoples (IBF), "große Veränderungen brauchen ihre Zeit, aber wir sind auf einem hervorragenden Weg." Große Worte, denen nun Taten folgen müssen.

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