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Felix Sturm (l.) und Robert Stieglitz beim traditionellen Staredown vor dem Kampf

Einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Profi-Boxkampf zwischen den ehemaligen Weltmeistern Felix Sturm und Robert Stieglitz ist zwischen den Parteien ein heftiger Streit über die Dopingregularien ausgebrochen.

Das Stieglitz-Lager verlangt die definitive Abgabe von Urinproben beider Boxer unmittelbar nach dem Duell am Samstagabend (22.30 Uhr) in Stuttgart und droht indirekt mit der Kampfabsage, da dies nach dem Regelmeeting am Freitagmorgen nicht explizit festgehalten worden sei.

"Wir haben einen Anwalt eingeschaltet. Im Moment steht alles unter diesem Damoklesschwert, der Kampf steht auf der Kippe", sagte Promoter Ulf Steinforth vom Stieglitz-Boxstall SES.

Angesichts des bestehenden TV-Vertrags mit dem übertragenden Sender "Sat.1" dürfte Steinforths Drohkulisse jedoch kaum aufrecht zu halten sein.

Das Lager um Felix Sturm reagierte gelassen auf die Drohung der Gegenseite.

"Bei Regelmeetings gibt es gerne mal Beschwerden. Wir sind zuversichtlich, dass der Kampf stattfindet", sagte Sturms Sprecher Wolfgang Schiffbauer.

Auch Thomas Pütz, Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB), hält eine Absage des Kampfes für unrealistisch: "Da wird etwas instrumentalisiert, um Show zu machen."

Da das Duell kein Titelkampf ist, seien Dopingproben kein Muss, erklärte Pütz: "Wir verhalten uns regelkonform. Herr Steinforth kann nicht fordern, wir sollen Herrn Sturm testen. Dass heißt aber nicht, dass Herr Sturm nicht getestet wird."

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