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Schwergewichtsweltmeister Wladimir Klitschko präsentierte sich auf der offiziellen Pressekonferenz bezüglich des Kampfes gegen den Amerikaner Bryant "By-By" Jennings in New York gewohnt selbstbewusst. "Es ist der richtige Sport, es ist das richtige Event, es ist die richtige Stadt, es ist der richtige Austragungsort - sie werden es genießen", verkündete der 198 Zentimeter große Superchampion der WBA.

Vor sieben Jahren besiegte der 38-Jährige im berüchtigten Madison Square Garden Sultan Ibragimow aus Russland. Gegen Herausforder Bryant Jennings wird er seinen 10 Jahre währenden Titel am 25. April an gleicher Stelle verteidigen.

"Auf geht's Rocky Balboa, lass uns die Menschen unterhalten"

Nach Angaben der Organisatoren sind bereits mehr als 5000 der 19.000 verfügbaren Tickets vergriffen. In Anlehnung an Sänger Frank Sinatra fügte Dr. Steelhammer, dessen Rekord bei 63 Siegen (53 durch K.o.) aus 66 Profikämpfen steht, hinzu: "If you can make it here, you can make it anywhere."

Mit gebührendem Respekt sprach der große Favorit über seinen Gegner und verglich ihn mit einer Box-Legende: "Er hat die Qualitäten eines Rocky Balboa, der auch als Underdog aus Philadelphia kam." Weiter sagte er über seinen Kontrahenten: "Er verdient definitiv eine Menge Respekt", und forderte ihn anschließend mit direktem Blickkontakt auf: "Auf geht's Rocky Balboa, lass uns die Menschen unterhalten."

Kein Briggs in Sicht

Einen spektakulären Auftritt hatten viele von Shannon Briggs erwartet, der 2010 gegen den Bruder von Wladimir, Vitali Klitschko, den WBC-Weltmeisterkampf klar nach punkten verlor. Seit 2013 versucht Briggs durch öffentliche Attacken gegen Wladimir, einen Kampf zu provozieren, doch der US-amerikanische Schwergewichtsboxer tauchte diesmal nicht auf.

Über seinen 30 Jahre alten Widersacher Jennings aus der Rocky-Balboa-Stadt Philadelphia, der sämtliche seiner 19 Kämpfe gewann, sagte Klitschko anerkennend: "Er bewegt sich exzellent und hat eine gute Technik. Ich bin mir bewusst, dass mich eine harte Aufgabe erwartet."

"Am 25. werde ich hier Geschichte schreiben"

Den Respekt, den der IBF-, WBO- und IBO-Weltmeister Wladimir seinem Herausforderer Jennings zollte, bekam er umgehend in geminderter Art und Weise zurück. "Ich respektiere Wladimir, seinen Stil und seine Athletik, aber das wird ihm an diesem Abend nicht reichen", verkündete der 30-jährige Jennings zuversichtlich und fügte hinzu: "Am 25. werde ich hier Geschichte schreiben. Einer von uns wird verlieren müssen. Aber wissen Sie was? Ich glaube nicht, dass ich das sein werde."

Um dann das ganze siegeesicher abzurunden: "Vielleicht bin ich der athletischte Boxer, gegen den Wladimir je in den Ring gestiegen sein wird." Seiner Qualitäten ist sich Jennings jedenfalls bewusst: "Ich kann genau so gut aggressiv wie strategisch boxen. Alles das, habe ich immer unter Kontrolle."

Nahkontakt mit viel Freude

Jennings, der wegen des Klitschko-Fights auf ein Duell mit WBC-Champion Deontay Wilder verzichtete, machte in typischer Außenseiter-Manier eine Kampfansage: "Jetzt ist es an der Zeit, sich diesen Gürtel zu holen. Es wird einen Knock-Out geben, er oder ich. Ich bin bereit, und er wird es sicher auch sein."

Beim Staredown war Wladimir Klitschko disziplinierter: "By-By" beendete das Vorgeplänkel mit einem selbstbewussten Lachen.

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