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In Australien ist eine Debatte um die Gefahren des Boxsports entbrannt © imago

Der australische Profi-Boxer Braydon Smith ist nach einem verlorenen Kampf gestorben. Der 23-Jährige hatte am Samstag den kontinentalen WBC-Titelkampf im Federgewicht gegen John Vincent Moralde (Philippinen) nach zehn Runden klar nach Punkten verloren.

Zunächst gratulierte Smith dem Sieger noch in einem Interview im Ring. 90 Minuten später kollabierte er im Umkleideraum. Auf der Fahrt ins Krankenhaus wurde er wegen einer Hirnschwellung ins künstliche Koma versetzt. Am Montag starb Smith in Brisbane.

Nach dem Tod des Boxers entbrannte in Australien erneut die Debatte über die Gefahren des Boxsports. Shaun Rudd, Präsident der Vereinigung australischer Ärzte in Queensland, forderte eine Verbannung der Sportart.

"Es ist besonders traurig, wenn jemand stirbt in einem so genannten Sport, in dem es nur darum geht, den Gegner auszuknocken oder zumindest möglichst viele Schläge gegen seinen Kopf anzubringen", sagte Rudd.

Smith galt in seiner Heimat als junger aufstrebender Fighter, der seinem Sport ein neues Gesicht geben wollte. "Er wollte wirklich das Ansehen des Sports ändern", sagte James O'Shea, ein Freund der Familie. Sport-Anwalt Tim Fuller kritisierte die Gesetzesgeber in Queensland, die für die Kampfsportarten keine Regeländerungen vorgenommen hätten.

"Ich denke, es ist eine Schande. Es ist an der Grenze zur Fahrlässigkeit", meinte der Jurist. Die Behörden würden die Sicherheit der Athleten nicht gewährleisten.

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