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Axel Schulz verlor umstritten gegen George Foreman
Axel Schulz verlor umstritten gegen George Foreman © Getty Images

Der ehemalige Profi-Boxer Axel Schulz erwartet beim Super-Fight zwischen Floyd Mayweather jr. und Manny Pacquiao am 2. Mai in Las Vegas/USA ein schnelles Ende.

"Dieser Kampf wird vorzeitig für Mayweather enden", sagte der 46-Jährige vor den Laureus Awards in Shanghai: "Pacquiao hat zuletzt einige heftige Treffer kassiert. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass so etwas immer im Hinterkopf bleibt."

Mayweather sei nicht nur wegen seines boxerischen Talents für den Hype um den Kampf hauptverantwortlich, "sondern auch wegen seines Lebensstils. Er ist einer, der den Glamour verbreitet, den wir im Boxen lange vermisst haben. Der das Geld nur so rausschmeißt - aber es kommt ja auch wieder rein."

Der Kampf in Nevada verspricht einen Rekord-Umsatz von rund 400 Millionen US-Dollar.

Allein der in 47 Kämpfen noch unbesiegte "Money" Mayweather darf mit einer Börse von rund 150 Millionen Dollar (141 Millionen Euro) rechnen.

Diese Summen findet Schulz "geil und absolut gerechtfertigt. Denn es ist ja nur das, was auch reinkommt."

Aus Leistungsgründen komme der Kampf zwar "fünf bis sechs Jahre zu spät", dennoch sei er "sehr gut fürs Boxen.

Im Schwergewicht ist im Moment ein Knick drin, das will irgendwie keiner mehr sehen.

Dass nun ausgerechnet ein 60-Kilo-Kampf so einen Hype auslöst, hätte man lange nicht für möglich gehalten", sagte Schulz.

Für komplett chancenlos hält Schulz Pacquiao aber nicht.

"Es ist das Schöne am Boxen, dass immer etwas Unvorhergesehenes passieren kann", sagte er und sprach dabei wieder aus eigener Erfahrung: "Bei meinem Kampf gegen George Foreman 1995 in Vegas kam sein Manager vor dem Kampf zu mir in die Kabine und hat mich gebeten, doch wenigstens drei Runden durchzuhalten." Letztlich gewann Foreman umstritten nach Punkten.

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