vergrößernverkleinern
Felix Sturm macht sich Gedanken über seine Zukunft
Felix Sturm macht sich Gedanken über seine Zukunft © Getty Images

Frankfurt am Main - Felix Sturm verliert seinen Kampf im Supermittelgewicht gegen Fjodor Tschudinow. Der 36-Jährige verpasst einen Rekord und macht sich Gedanken über seine Zukunft.

Felix Sturm erwägt nach seiner enttäuschenden Niederlage gegen den Russen Fjodor Tschudinow einen vorzeitigen Rückzug aus dem Profiboxsport.

"Ich werde mir sehr, sehr gut überlegen, was ich mache", sagte der 36 Jahre alte Supermittelgewichtler bei der Pressekonferenz nach dem Kampf am Samstagabend in Frankfurt auf SPORT1-Nachfrage und erklärte: "Es könnte sein, dass das mein letzter Profikampf war. Es könnte sein, dass ich noch einen Kampf mache - einen ganz großen. Es könnte auch sein, dass ich ein Jahr Pause mache. Alles ist möglich."

Verdiente Niederlage

Er sei nun "seit fast 15 Jahren Profiboxer und habe in dieser Zeit sehr viel erreicht und sehr viel gewonnen", sagte Sturm und fügte hinzu: "Ich habe Rekorde aufgestellt und war viermal Weltmeister. Ich kann auf eine tolle Karriere zurückblicken und tolle Geschichten erzählen. Aber auf so ein Auf und Ab habe ich einfach keine Lust."

Sturm (r.) unterlag Fjodor Tschudinow
Sturm (r.) unterlag Fjodor Tschudinow © Getty Images

Gegen den in nunmehr 13 Profikämpfen noch ungeschlagenen Tschudinow war Sturm am Samstagabend vor rund 8500 Zuschauern weit unter seinen Möglichkeit geblieben und hatte letztlich verdient nach Punkten verloren (112:116, 116:112, 110:118).

Bei einem Sieg wäre der gebürtige Leverkusener erstmals WBA-Weltmeister im Supermittelgewicht und darüber hinaus auch noch der erste deutsche Boxer gewesen, der in seiner Laufbahn fünf WM-Titel gewonnen hätte. Stattdessen blieb er auch in seinem dritten Kampf in Folge sieglos.

Sturm ernüchtert

Im Gespräch mit SPORT1 hatte Sturm vor wenigen Wochen zudem angekündigt, noch in diesem Jahr zum von zahlreichen Boxfans lang ersehnten Duell mit WBO-Champion Arthur Abraham antreten zu wollen.

Nach seiner Pleite gegen Tschudinow hörte sich "The Fighter" nun allerdings ganz anders an.

"Wir werden jetzt alle gemeinsam überlegen, was das Beste für mich, für meine Familie und für das Team ist. Es gibt definitiv noch andere Sachen im Leben, keine Frage", gab er ernüchtert zu Protokoll.

Video
teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel