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Vincent Feigenbutz
Vincent Feigenbutz kämpft für den Sauerland-Boxstall © Getty Images

München - Harte Worte von Vincent Feigenputz. Auf seiner Facebookseite droht er Felix Sturm das Karriereende an. Der WBA-Weltmeister stellt den Ex-Mittelgewichtschamp als Feigling dar.

Boxprofi Vincent Feigenbutz hat den entthronten Weltmeister Felix Sturm verbal massiv attackiert und zum Kampf herausgefordert.

"Los Adnan, nimm' endlich die Herausforderung an und boxe gegen mich", wandte sich der 19 Jahre alte Supermittelgewichtler auf seiner offiziellen Facebook-Seite an Sturm, der mit bürgerlichem Namen Adnan Catic heißt, und warf dem gebürtigen Leverkusener Geldgier und Feigheit vor.

Feigenbutz-Attacke mit Hintergedanke

Feigenbutz bezieht sich mit seinen Aussagen auf eine vom WDR ausgestrahlte Reportage vom vergangenen Dezember, in der der ehemalige Boxpromoter Ahmet Öner Sturm unterstellt hatte, seinen einstigen Status des WBA-Superchampions über einen Mittelsmann gekauft zu haben, um seine sportlich in Schieflage geratene Karriere zu retten.

Doch das ist nur ein Grund für Feigenbutz' Verbal-Attacke.

In erster Linie fürchtet der Karlsruher, hinsichtlich seines für den 5. Dezember vorgesehenen WM-Kampfs gegen den amtierenden WBA-Champion Fedor Chudinov sowohl vom Verband, als auch vom Sturm-Lager übergangen zu werden.

Durch seinen Sieg über den Peruaner Mauricio Reynoso Mitte Juli war Feigenbutz zum WBA-Interims-Weltmeister aufgestiegen, er gilt damit als rechtmäßiger Herausforderer Chudinovs um den regulären Titel.

WM-Fight wackelt

Nach SPORT1-Informationen soll der Russe im Dezember nun aber nicht gegen Feigenbutz, sondern ein zweites Mal gegen Sturm antreten. Dieser hatte erst im vergangenen Mai klar nach Punkten gegen Chudinov verloren, anschließend aber wohl Protest gegen das Urteil des Kampfgerichts eingelegt. Diesem Protest soll inzwischen stattgegeben worden sein. Eine entsprechende Mitteilung durch die WBA und die damit verbundene Ankündigung eines Rückkampfs zwischen Sturm und Chudinov am 5. Dezember wird in den kommenden Tagen erwartet.

Feigenbutz indes will allerdings nicht weiter auf seine Chance, den regulären WM-Titel zu erkämpfen, warten. Nach SPORT1-Informationen erwägen er und sein Management deshalb, rechtliche Schritte gegen die Ansetzung eines Rematches zwischen Sturm und Chudinov einzuleiten.

"Schicke dich endgültig in Rente"

Der "K.o.-Prinz" wäre sogar noch bereit, einen Ausscheidungskampf gegen Sturm zu bestreiten, dessen Sieger anschließend gegen Chudinov in den Ring steigen dürfte.

"Meinetwegen machen wir diesen Kampf lieber heute als morgen", betonte Feigenbutz auf SPORT1-Nachfrage und fügte hinzu: "Adnan, ich schlage dich k.o. und schicke dich endgültig in Rente."

Forsche Töne des jungen Badeners. Auf eine entsprechende Antwort darf man gespannt sein.

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