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Artem Harutyunyan (l.) ist für Olympia qualifiziert
Artem Harutyunyan (l.) ist für Olympia qualifiziert © Getty Images

Olympia-Kandidat Hamburg will erstmals seit 22 Jahren wieder eine Amateurbox-WM in Deutschland austragen und hofft am Dienstag auf den Zuschlag.

Der Weltverband AIBA vergibt die Titelkämpfe für das Jahr 2017 am Rande der WM in Doha/Katar, bei der bereits alle deutschen Boxer ausgeschieden sind.

"Wir haben starke Konkurrenz, das wird ein spannendes Rennen", sagte DBV-Sportdirektor Michael Müller vor der Vergabe.

Mit Taschkent/Usbekistan und Sotschi/Russland bewerben sich zwei Städte aus Ländern, die als klassische Hochburgen des Boxens gelten.

Rund 15 Minuten wird der DBV seine Bewerbung präsentieren, gegen Dienstagmittag wird eine Entscheidung erwartet.

"Es wäre natürlich toll, wenn wir die WM erstmals seit 1995 wieder nach Deutschland holen könnten", sagte Müller.

Vor 20 Jahren war hierzulande Berlin letzter Austragungsort der nach den Olympischen Spielen wichtigsten Titelkämpfe der Amateurboxer.

Bei der Präsentation beteiligen sind auch Vertreter der Hansestadt Hamburg sowie der Hamburger Bewerbergesellschaft für die Olympischen Sommerspiele 2024.

Hamburg will sich mit der Austragung der Titelkämpfe international als Sportstandort profilieren.

AIBA-Präsident Wu Ching-Kuo hatte der Hansestadt zuletzt einen Besuch abgestattet und ihr gute Chancen auf den Zuschlag eingeräumt.

Bei der WM in Doha konnten die drei deutschen Athleten nicht über sich hinauswachsen und schieden allesamt frühzeitig aus. Superschwergewichtler Florian Schulz scheiterte im Viertelfinale, für Hamza Touba (bis 52 kg) und Roman Fress (bis 91 kg) kam das Aus sogar schon im Achtelfinale.

Die Kämpfer des DBV können im kommenden Jahr bei Qualifikationsturnieren Olympia-Tickets lösen.

Bislang schafften Erik Pfeifer und Artem Harutyunyan die Qualifikation für Rio.

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