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Tyson Fury
Tyson Fury ist nach seinem Sieg über Wladimier Klitschko neuer Schwergewichtsweltmeister © Getty Images

Der neue Weltmeister im Schwergewicht äußert sich in einem Interview frauenfeindlich. Auch seine persönliche Haltung gegenüber Frauen im Boxring ist eigenwillig.

Mit diskriminierenden Äußerungen hat sich Wladimir Klitschkos Bezwinger Tyson Fury als frauenfeindlich entlarvt.

Der englische Box-Schwergewichtsweltmeister sagte in einem Video-Interview: "Ich glaube, der beste Platz für Frauen ist in der Küche oder auf dem Rücken. Sie können mir auch eine gute Tasse Tee machen."

Frauen im Boxring sind ihm willkommen, allerdings nur die so genannten Nummern-Girls. "Ich denke, sie sind sehr nett, wenn sie mit ihren Tafeln durch den Ring gehen", sagte Fury.

Auch Ennis-Hill bekommt ihr Fett weg

Im gleichen Interview, das bereits vor dem Kampf gegen Wladimir Klitschko aufgenommen wurde, beleidigt Fury auch Siebenkampf-Weltmeisterin Jessica Ennis-Hill. "Wenn sie ein Kleid anhat, sieht sie ganz fit aus", sagte Fury wenig hochachtungsvoll.

Ennis-Hill ist wie auch Fury für die Auszeichnung zur "Sport-Persönlichkeit des Jahres 2015" des Fernsehsenders BBC nominiert worden. Nach Veröffentlichung des Videos unterzeichneten 45.000 Menschen eine Petition, in der die BBC aufgefordert wird, Fury von der Nominiertenliste zu streichen.

Auf Twitter veröffentlichte Fury inzwischen eine Nachricht, mit der Hoffnung, dass er die Auszeichnung nicht erhalten werde.

Tyson Fury hatte am vergangenen Samstag in Düsseldorf Wladimir Klitschko durch einen einstimmigen Punktsieg überraschend entthront.

Der Ukrainer hat inzwischen die Option für einen Rückkampf gezogen, dieser soll wahrscheinlich im kommenden Mai im Londoner Wembley-Stadion ausgetragen werden.

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