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Wladimir Klitschko v Kubrat Pulev - IBF Heavyweight World Championship
Wladimir Klitschko zieht eine Revanche gegen Tyson Fury eine Teilnahme bei Olympia in Rio vor © Getty Images

Wladimir Klitschko hält eine Olympia-Teilnahme für unwahrscheinlich. Der entthronte Schwergewichts-Weltmeister zieht eine Revanche gegen Tyson Fury einem Start in Rio vor.

Trotz der bevorstehenden Zulassung von Profi-Boxern für das olympische Turnier im Sommer ist ein Start von Wladimir Klitschko in Rio de Janeiro unwahrscheinlich.

"Ich habe immer gesagt, dass Olympia für mich ein Thema ist. Aber derzeit zählt nur der Rückkampf mit Tyson Fury", sagte der entthronte Schwergewichts-Weltmeister.

Im Mai oder Juni will sich der Ukrainer seine Titel vom Briten Fury zurückholen. Genau in dieser Phase müsste sich der Schwergewichtler aber auch für das olympische Box-Turnier qualifizieren.

Auch ein Auftritt von Weltmeister Arthur Abraham in Rio ist derzeit wenig wahrscheinlich.

"Ich würde ihm von einem Start in Rio abraten", sagte sein Trainer Ulli Wegner, der viele Vorbehalte gegen den Amateurbox-Weltverband AIBA hat.

Die AIBA hatte Profi-Boxern wie Klitschko, Abraham oder auch Floyd Mayweather die Tür zu den Olympischen Spielen im August geöffnet. Bislang waren nur Amateurboxer für das olympische Programm zugelassen.

Das Internationale Olympische Komitee IOC verlangte von der AIBA eine Satzungsänderung, die auf einem außerordentlichen Kongress im Mai vorgenommen werden soll. Im Anschluss werden die NOKs der Länder an mögliche Kandidaten aus der Profi-Szene herantreten und einen passenden Qualifikationsmodus auswählen.

"Der formale Aufwand ist aber enorm", sagte Generalsekretär Michael Müller vom Deutschen Boxsportverband DBV. So müsste schleunigst dafür gesorgt werden, dass diese Athleten den NADA-Code anerkennen und noch auf die Liste des DOSB kommen.

Bislang sind in Superschwergewichtler Erik Pfeifer, Schwergewichtler David Graf und Halbweltergewichtler Artem Harutyunyan drei deutsche Boxer für Rio qualifiziert. Diese können auch nicht mehr von Profis verdrängt werden. Insgesamt hofft der DBV darauf, sechs Männer und eine Frau in das olympische Turnier schicken zu können.

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