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Floyd Mayweather Jr. v Manny Pacquiao - News Conference
Bob Arum richtete u.a. den Box-Kampf zwischen Manny Pacquiao und Floyd Mayweather aus © Getty Images

Der legendäre Box-Promoter Bob Arum (84), der schon für Muhammad Ali Kämpfe ausrichtete, hat den Plan des Weltverbandes AIBA heftig kritisiert, bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Profis antreten zu lassen.

"Wenn erfahrene professionelle Kämpfer gegen Amateure antreten, dann nimmt man ernsthafte Verletzungen in Kauf. Das ist Wahnsinn", sagte Arum der Nachrichtenagentur AFP in Hongkong.

Erst vor wenigen Monaten hatte die AIBA beantragt, dass Profis in Rio an den Start gehen dürfen. Beim Kongress am 4. Juni in Lausanne/Schweiz soll die endgültige Entscheidung nach einer Abstimmung fallen. Arum wundert die Vorgehensweise: "Sind sie verrückt, ein paar Monate vor den Spielen mit der Diskussion zu beginnen? Was ist mit den Jungs, die jahrelang für ihre Olympiachance trainiert haben?"

"Das ist lächerlich, einfach dumm"

Man stelle sich vor, "ein 66 Kilo leichter Jungspund aus Nigeria im Ring mit Manny Pacquiao", sagte Arum: "Das ist lächerlich, einfach dumm." Dies sei nicht Basketball, "wo du nur verlieren kannst oder ein Typ über dich drüber dunkt. Boxen ist ein harter Sport, bei dem sich Leute verletzen können."

Der entthronte Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko unterstützt dagegen den AIBA-Plan. "Ich finde es toll und klasse, dass in diesem Jahr bei Olympischen Spielen zum ersten Mal Profis und Amateure mitmachen", sagte der 40-Jährige, der 1996 in Atlanta Gold gewonnen hatte.

Er unterstütze das immer und immer noch, ob er teilnehmen werde oder nicht, stehe aber noch nicht fest, sagte Klitschko.

Der Wahl-Hamburger trifft am 9. Juli im WM-Rückkampf in Manchester auf den Engländer Tyson Fury.

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