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Zehntausende Menschen strömen auf die Straßen von Louisville um Muhammad Ali die letzte Ehre zu erweisen. Die internationale Presse ist beeindruckt und verneigt sich.

Seine Heimatstadt erweist Muhammad Ali in gigantischem Ausmaß die letzte Ehre. Zehntausende Menschen strömen auf die engen Straßen von Louisville, um sich für immer von ihrem großen Idol zu verabschieden. Zahlreiche Prominente aus aller Welt kommen zur Trauerfeier. Die Presse verneigt sich.

SPORT1 fasst die internationalen Pressestimmen zum Abschied von Muhammad Ali zusammen: 

USA

New York Times: "Ein bewegender Abschied für Ali, genauso wie er es gewünscht hat. Muhammad Ali hat den größeren Teil einer Dekade damit verbracht, seine Beerdigung zu planen, so erzählen es Freunde und Familie. Und am Freitagnachmittag wurde klar, warum das so lange gedauert hat. Mit einem Spektakel, das sich über mehrere Meilen in seiner Heimatstadt erstreckte, mit Erinnerungen, die einige der turbulentesten Jahre Amerikas beinhalteten, und mit den Gebeten aus einer Palette von unterschiedlichen Glaubensrichtungen, die er als Wege zur Wahrheit verehrte, wurde Ali zur Ruhe gebettet."

Washington Post: "Die Welt versammelt sich in Louisville, um von Ali Abschied zu nehmen. Die Tür des Leichenwagens schloss sich kurz vor 10.30 Uhr. Kaum hatte Alis letzte Reise begonnen, so begann auch der Jubel."

ENGLAND

The Times: "Sein Körper fuhr im ersten Wagen einer Kolonne von schwarzen Fahrzeugen eine breite Straße hinunter, an der die Geschäfte früher schwarze Amerikaner aussperrten und seiner Mutter kein Glas Wasser servieren wollten. Jetzt heißt die Straße Muhammad-Ali-Boulevard und die Bürgersteige waren überfüllt mit Menschen, die seinen Namen skandierten."

The Guardian: "Tausende von Alis Bewunderern, von Unbekannten bis zu den Mächtigen, füllten die Arena in Louisville. Sie folgten einem Drehbuch von Ali selbst, die Trauerfeier spiegelte seine typische Hingabe zu Offenheit und Inklusion wieder. Schwarz und weiß, jung und alt sprachen von der Kanzel, vor der amerikanischen Flagge auf der einen und den Olympischen Ringen auf der anderen Seite."

The Sun: "Der Größte wird zur Ruhe gebettet. Tausende begleiten ihn in seiner Heimatstadt auf seinem letzten Weg."

Mirror: "Abschied vom Größten mit Weltstars und Tausenden, die 'Ali, Ali, Ali' skandieren. Zehntausende waren auf den drückend heißen Straßen von Louisville, um mit einer überwältigenden Show von Liebe und Stolz Adieu zu sagen."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Ali vereint die Welt bis zuletzt. Kolossaler Abschied von dem Größten mit 100.000 Menschen aus allen Religionen, die nach Louisville geströmt sind. Das einzige, was man Ali im Himmel vorwerfen könnte, ist Eitelkeit. Ein Trauerzug mit einer unglaublichen Zahl von VIPs, die nur für ihn bis nach Louisville gekommen sind, als wäre er ein Staatschef. Wer bis hierher gekommen ist, hat es aus Liebe getan."

Repubblica: "Ein langer, langsamer, warmer Abschied voller Stolz, mit wenig Tränen und ohne Schmerz. Der Größte von allen braucht keine Tränen. 100.000 Menschen sind für ihn auf die Straße geströmt. So hat Amerika seinen Mythos begraben. So hat sich Louisville von seinem Sohn verabschiedet, der der schwarzen Haut Glanz und Würde verliehen hat."

Corriere della Sera: "Box-Handschuhe, Blumen und ein rotes Fahrrad: Muhammad Ali ist zu seinen Leuten zurückgekehrt. Die Stadt, die ihn als Cassius Marcellus Clay zur Welt kommen sah, nimmt ihn für ewig wieder auf. Louisville, anonyme Stadt im anonymen US-Staat Kentucky, ist heute das Zentrum Amerikas, der Mittelpunkt des Planeten. Die drei Stunden interreligiöse Trauerzeremonie scheinen zu kurz zu sein, um das ganze Leben Alis zu beleuchten."

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La Stampa: "Louisville umarmt Ali wieder. Wenn man 100.000 Menschen unter der Sonne Kentuckys sieht, die von einem schwarzen Deserteur Abschied nehmen wollen, der zum Islam übergetreten ist, begreift man, dass so etwas nur in Amerika geschehen kann. Vor 50 Jahren war Ali eine Provokation, ein Affront für Amerika. Heute vereint er das Land und zwingt es, mit ihm all seine Unterschiede als wertvollen Reichtum zu feiern. Damit erfüllt sich ein Leben, einmalig wie das Land, das ihn einst abgelehnt hatte und ihn jetzt umarmt."

SPANIEN

Marca: "Emotionsreicher Abschied von Ali. Große Menschenmengen füllten die Straßen seiner Geburtsstadt Louisville, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Amerika trauert um einen seiner größten Helden über den Sport hinaus. Nie wieder wird es einen wie Ali geben."

AS: "Muhammad Ali wurde mit allen Ehren verabschiedet. Zehntausende von treuen Anhängern standen dem Sportmythos bei seinem letzten Abschied in Louisville bei. Es war ein Medienereignis, dass von allen öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten des Landes übertragen wurde. In Louisville ruht nun eine Legende."

Sport: "Massenabschied von Ali in den Straßen von Louisville. Die große Ikone des Boxsports und einer der Verfechter der Rechte der schwarzen Bevölkerung erhält die letzte Ehre des Volkes. Der Trauerzug zog durch die wichtigsten Orte seines Lebens in Louisville. Die Menschen füllten die Straßen und skandierten seinen Namen. Es ist unverzeihlich, dass Barack Obama fehlte."

El Mundo Deportivo: "Mehr als 100.000 Menschen verabschieden sich von Muhammad Ali in den Straßen von Louisville. Die Beerdigung Alis findet im engsten Familienkreis statt. Es war ein Massenabschied vom 'Größten' des Boxsports. Man konnte erkennen, dass Amerika immer noch unter Schock steht, denn Ali war mehr als einer der erfolgreichsten Sportler des Landes."

El Pais: "Louisville verabschiedet sich von Ali, dem versöhnten Helden. Eine große Menschenmasse, die Mehrheit von schwarzer Hautfarbe, verabschiedet sich von der Boxlegende in dessen Geburtsstadt. Eine Fahrzeugkarawane zog durch die Attraktionen des Ali-Universums in dieser Stadt von Kentucky." 

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