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Michael Conlan rastete in Rio nach seiner Punktniederlage gegen den Russen Wladimir Nikitin aus
Michael Conlan rastete in Rio nach seiner Punktniederlage gegen den Russen Wladimir Nikitin aus © DPA Picture-Alliance

Nach seiner Niederlage in Rio spricht Boxer Michael Conlan von Korruption und zeigt den Kampfrichtern die Mittelfinger. Jetzt drohen ihm Konsequenzen.

Dem irischen Boxer Michael Conlan drohen nach seinem Ausraster bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro Konsequenzen vom Internationalen Amateurboxverband AIBA.

"Er hat sofort den Finger gezeigt. Daher wird es disziplinarische Maßnahmen geben, man darf unsere Kampfrichter nicht in aller Öffentlichkeit beleidigen", sagte AIBA-Präsident Wu Ching-Kuo der BBC.

Beide Mittelfinger gezeigt

Conlan hatte im Viertelfinale der Klasse bis 56 kg einstimmig nach Punkten gegen den Russen Wladimir Nikitin verloren.

Die Entscheidung brachte den Bronze-Gewinner von London 2012 so auf die Palme, dass er den Kampfrichtern beide Mittelfinger zeigte und die Verantwortlichen später vor laufender Kamera beleidigte.

"Ich werde nie wieder unter der AIBA boxen. Es ist bekannt, dass sie Betrüger sind. Sie werden immer Betrüger sein. Das Amateurboxen stinkt vom Kern bis zur Spitze", so Conlan.

Wu fordert Beweise

Wu wehrte sich hingegen vehement gegen aufgekommene Korruptionsvorwürfe in Rio. "Bitte zeigt mir die Beweise. Ich habe kein Mitleid mit solchen Leuten. Ich hasse Manipulation und Korruption", so Wu und wies erneut darauf hin, dass ohne vorliegende Beweise für Korruption alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft und gegen die Behauptungen vorgegangen werde.

Noch während der Spiele hatte der Boxverband allerdings indirekt Fehlurteile eingeräumt. Als Folge einer Überprüfung wurde entschieden, die betroffenen Kampf- und Ringrichter bei den Spielen nicht mehr einzusetzen.

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