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Ching-Kuo Wu ist Präsident des Amateur-Boxverbands AIBA
Ching-Kuo Wu ist Präsident des Amateur-Boxverbands AIBA © Getty Images

Der Amateurverband AIBA reagiert auf die Kritik an den Punkt-und Ringrichtern bei den Olympischen Spielen und suspendiert alle Offizielle, die im Einsatz waren.

Der internationale Amateurbox-Weltverband AIBA hat nach der Kritik an den Punkt- und Ringrichtern bei den Olympischen Spielen in Rio hart durchgegriffen.

Der Verband suspendierte sämtliche 36 Offizielle, die in Rio eingesetzt worden waren, für die Zeit der Untersuchungen.

Mehrere Boxer hatten sich in Rio nach ihren Niederlagen über die Urteile beschwert. Die AIBA hatte daraufhin Untersuchungen eingeleitet und in einem ersten Schritt schon vor Ort einige Offizielle suspendiert, nun folgte eine weitere Maßnahme.

"Rio war ein Wendepunkt für die AIBA. Boxen stand bei Olympia aus guten Gründen im Rampenlicht, gelegentlich aber auch aus den falschen Gründen", sagte AIBA-Präsident Wu Ching-Kuo.

Die in Rio eingeführten Neuerungen wie die Zulassung von Profis und das Wegfallen des Kopfschutzes bei den Männern hätten sich laut AIBA indes ausgezahlt und seien "nahtlos integriert worden", wie Wu meinte.

Auch das "Ten-Point-Must-System", bei dem drei Punktrichter jede Runde unabhängig voneinander bewerten, habe sich ausgezahlt. 

Es werde demnach kein Zurück zum reinen Trefferzählen der Punktrichter geben, das bei früheren Olympischen Spielen für Skandale gesorgt hatte. In Zukunft soll das Punkten aber noch transparenter werden.

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