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Tyron Zeuge schickte Giovanni de Carolis in der letzten Runde mehrmals zu Boden
Tyron Zeuge schickte Giovanni de Carolis in der letzten Runde mehrmals zu Boden © Getty Images

Tyron Zeuge holt sich im Rematch mit dem Italiener Giovanni de Carolis den WM-Titel. Durch den Sieg ist er der zweitjüngste Weltmeister, den Deutschland je hatte.

Profi-Boxer Tyron Zeuge ist nach einem überzeugenden Auftritt neuer Weltmeister im Supermittelgewicht. Der Herausforderer aus Berlin gewann in Potsdam den WM-Kampf der WBA gegen den Italiener Giovanni de Carolis nach K.o. in der zwölften Runde und ist nach Weltergewichtler Jack Culcay der zweite Champion im Stall von Sauerland.

Vor 3000 Zuschauern in der ausverkauften MBS-Arena griff Kraftpaket Zeuge in den ersten Runden beherzt an, kam mit schnellen Kombinationen immer wieder durch und verschaffte sich Vorteile. Carolis blieb zu passiv, konnte nur reagieren und musste in der dritten und vierten Runde schon einige schwere Treffer einstecken. Zum Ende des Kampfes legte der umjubelte Zeuge noch zu, sein Gegner musste in der letzten Runde mehrfach zu Boden, ehe der Ringrichter abbrach.

Im ersten Duell der beiden Normalausleger musste sich der Neuköllner im Juli noch mit einem Remis begnügen und verpasste den Titel. Damals war der 24-Jährige allerdings durch eine Schulterverletzung gehandicapt. Für Zeuge war es der 19. Sieg im 20. Profikampf. Der Berliner ist nach Graciano Rocchigiani der zweitjüngste Box-Weltmeister, den Deutschland je hatte.

Der acht Jahre ältere Italiener de Carolis kassierte die siebte Niederlage im 32. Profikampf. Im Januar 2016 hatte der Südländer die deutsche Boxhoffnung Vincent Feigenbutz geschlagen und sich damit den WBA-Titel gesichert.

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