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Max Hopp
Max Hopp ist der "Maximiser" - und hat bei der WM bleibenden Eindruck hinterlassen. © SPORT1

München - Der junge Deutsche hat bei der WM für Furore gesorgt. Den Schwung will Hopp jetzt mit in die UK Open nehmen. Bei SPORT1 spricht er über die Zeit nach der WM und seine Ziele für 2015.

Es kann das Jahr von Max Hopp werden.

Denn Hopp hat aus 2014 richtig viel Rückenwind für 2015 mitgenommen.

Rückblick zur vergangenen WM: Erste Runde der Weltmeisterschaft, im vergangenen Dezember. Da steht ein junger Deutscher auf der Bühne des Alexandra Palace. Und er spielt: 3:2 gegen Mervyn King. Gegen die Nummer zehn der Welt.

Deutschland ist im Darts-Fieber. Und trotz des Ausscheidens in Runde zwei gegen Vincent van der Voort war das die nächste große Stufe auf der Karriereleiter des Idsteiners.

"Öfters auf der Straße erkannt"

"Nach der Weltmeisterschaft hat sich schon einiges verändert. Darts ist im Allgemeinen gewachsen, auch durch die guten Einschaltquoten, und der Sport war einfach sehr viel präsent", erklärt Hopp im Gespräch mit SPORT1.

Max Hopp
Max Hopp in Aktion bei der Darts-WM 2015 © Getty Images

Auch für ihn selbst hat sich nach der WM einiges geändert, wie er gesteht: "Ich wurde auch öfters auf der Straße angesprochen und es gab zahlreiche Termine und Gespräche im Nachhinein".

Nun hofft das deutsche Talent diesen Hype auch mit in die UK Open (6.-8. März LIVE im TV auf SPORT1) zu nehmen.

Hopp bei UK Open schon in Runde drei

Dank einer starken Qualifikationsphase hat sich der "Maximiser" eine hervorragende Ausgangssituation erarbeitet.

Nach dem letzten Qualifikationsturnier für den "FA Cup of Darts" stand der Idsteiner auf Rang 32 der UK Open Order of Merit und steigt damit erst in der dritten Runde in das Turniergeschehen ein. Dort trifft Hopp auf den Belgier Kim Huybrechts.

Der Youngster steht in einem illustren Kreis, denn vor allem die Top-Stars der Szene, wie Michael van Gerwen, Weltmeister Gary Anderson und Legende Phil Taylor, schafften ebenfalls den direkten Sprung in Runde drei.

Ein ganz besonderer Modus

Für die UK Open qualifizieren sich die Spieler über eine gesonderte Rangliste, die sich nach dem eingespielten Preisgeld aus den Qualifikationsturnieren richtet. Die besten 96 Spieler plus Gleichplatzierte erhielten einen Startplatz. Nur die ersten 32 Spieler dieser Rangliste haben das Privileg in der dritten Runde einzusteigen.

Während des Turnierverlaufs wird jede Runde gesondert ausgelost, weshalb auch schon früh Top-Duelle möglich sind. Angst vor einem großen Namen ebenfalls nicht, wie er zugibt: "Um weiterzukommen sollte man einen Average zwischen 96 und 102 Punkten spielen, da spielt es dann keine Rolle, ob man Losglück hat oder gegen einen Top-Spieler spielt".

"Habe mit 16 Fehler gemacht"

Trotz all der Aufmerksamkeit, der um seine Person und die Sportart Darts entstanden ist, will Hopp am Boden bleiben. Er weiß, welche Folgen ein zu früher Höhenflug haben kann:

"Ich gehe mit solchen Situationen jetzt viel entspannter um, weil ich mit 16 Jahren schon so einen Hype hatte und damals nicht so wirklich wusste, wie ich damit umgehen soll", gibt Hopp zu und erklärt weiter: "Mittlerweile höre ich mir das alles an und bleibe komplett entspannt. Der Fehler den ich damals gemacht habe, wird mir nicht noch einmal passieren".

Mit steigenden Erfolgen auf der PDC Tour steigt selbstverständlich auch das Vertrauen in die eigene Stärke.

Hopp deutet an, er werde "immer routinierter und nehme aus jedem Turnier Erfahrungen mit, natürlich auch aus der Weltmeisterschaft. Ich fühle mich immer wohler und bin natürlich auch sehr stark aus der WM hervorgetreten, weil ich gesehen habe, dass ich auch bei einem solchen Turnier Spieler aus den Top 10 der Weltrangliste bezwingen kann".

Jede Woche Fitness

Doch woher nimmt ein Spieler, der schon mehrfach in so jungen Jahren herbe Enttäuschungen hinnehmen musste, die Stärke, wieder zurückzukommen und seinem Spiel aufs Neue zu vertrauen?

"Die Fitness ist immer noch ein wichtiger Faktor", erklärt Hopp sein Erfolgsrezept: "Ich gehe jede Woche ins Fitnessstudio und bleibe auch dabei, weil mir die WM gezeigt hat, dass es der richtige Weg ist".

Solide und bodenständige Vorbereitung also als Mittel zum Erfolg und auch als Anker am Darts-Board, denn "das gibt mir auch die nötige Sicherheit während der Spiele, zu wissen, ich habe mich gut vorbereitet und bin auf den Punkt fit. Das ist auch wichtig für die mentale Stärke."

Eine Entwicklung, die den jungen Deutschen nun endlich zu dem gewünschten Ziel bringen kann. Schon mehrfach betonte er, das Ziel sei es in die Top 32 der Weltrangliste zu kommen, "was jetzt auch Stück für Stück mit jedem Turnier immer näher kommt."

Hopp ist schon auf Platz 58 der Rangliste vorgerückt. Das Ziel ist erkennbar. Und das Jahr noch sehr lang.

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