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Die schwarze Serie ist beendet: Michael van Gerwen gewinnt nach sechs Anläufen das World Matchplay, lässt im Finale Taylor-Schreck James Wade keine Chance. Der hadert.

Dieser lang ersehnte Titel hat ihm noch gefehlt: Nach sechs vergeblichen Anläufen hat Michael van Gerwen das World Matchplay 2015 gewonnen.

Im Finale von Blackpool behauptete sich "Mighty Mike" gegen James Wade mit 18:12 - und machte den Winters Garden zur grünen Hölle. Wie beim Einmarsch des Niederländers gewohnt, feierten die Fans auch nach dessen Triumph inmitten einer grünen Lasershow.

Für van Gerwen war es im zweiten Finale hintereinander der erste Erfolg beim zweitwichtigsten Turnier nach der Weltmeisterschaft.

Wade dagegen, der im Halbfinale noch die 38 Spiele lange Siegesserie von Titelverteidiger Phil Taylor beendet hatte, konnte seinen Triumph von 2007 nicht wiederholen.

"Traum in Erfüllung gegangen"

"Ein Traum ist in Erfüllung gegangen. Das fühlt sich toll an", sagte van Gerwen bei der Siegerehrung - und lobte auch den unterlegenen Wade: "Zum Glück habe ich mich freischwimmen können." 

Denn: In der Anfangsphase entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie auf der Bühne im Empress Ballroom im Winter Gardens.

"Mighty Mike" hatte zwar den besseren Punkteschnitt, doch "The Machine" zeigte sich auf die Doppelfelder treffsicherer.

Van Gerwen dreht auf

So konnte keiner der beiden Spieler sich zunächst absetzen.

Beim Stand von 5:6 aus van Gerwens Sicht ließ der Niederländer dann seine Klasse aufblitzen. Mit fünf gewonnenen Legs in Folge und einem High-Finish von 144 Punkten sorgte er für die erste deutliche Führung im Spiel (10:6).

Wade konnte in der Folge nicht mit van Gerwens Tempo mithalten und war auf Fehler des Weltmeisters von 2014 angewiesen. Van Gerwen zwang "The Machine" immer wieder zu High-Finishes, die der Engländer nicht meistern konnte.

Mighty Mike lässt nicht anbrennen

"Mighty Mike" hielt das Tempo auch in der Folge hoch und warf eine 180 nach der anderen.

Mit seinem zweiten Match-Dart auf die Doppel-20 schloss der Niederländer schließlich eine starke Vorstellung zum 18:12 ab und durfte sich über einen Scheck über 100.000 Pfund (etwa 141.000 Euro) freuen.

Wade zeigte sich hinterher als fairer Verlierer - und haderte trotzdem: "Er war einfach besser als ich und in den entscheidenden Momenten voll da. Es ist frustrierend: Selten habe ich so oft die falschen Aktionen gespielt." 

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