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Rene Eidams (M.) schafft bei der Darts-WM beinahe die Sensation gegen Michael van Gerwen © SPORT1 Grafik: Paul Haenel/Getty Images

München - Rauswürfe, Bienen-Attacken und eine deutsche Fast-Sensation: Die ersten Tage der Darts-WM bringen schon jede Menge spektakuläre Action. SPORT1 blickt noch einmal zurück.

Die Darts-WM in London (täglich LIVE im TV auf SPORT1, im LIVESTREAM und in der neuen Darts-WM-App) ist zwar erst vor wenigen Tagen gestartet, doch Highlights gab es bereits reichlich.

SPORT1 hat die kuriosesten Augenblicke zusammengefasst.

Bienen-Attacke auf Webster:

Zu einer besonders kuriosen Szene kam es im Match zwischen Darren Webster und John Henderson. Ausgerechnet bei einem Dart zur 2:1-Satzführung, tauchte plötzliche eine Biene auf.

"Ich ziele auf Tops - und da war eine Biene in meinem Gesicht", sagte Webster bei SPORT1. "Mit einem Kung-Fu-Schlag habe ich sie dann zu Boden gebracht...und dann mein Doppel getroffen. Dann war ich glücklich."

Webster gewann erst den Satz und kurze Zeit später auch das Match (Alle Darts-Videos bei SPORT1).

Van den Bergh tanzt sich in Runde zwei:

Für eine faustdicke Überraschung sorgte Dimitri Van den Bergh gegen Ian White.

Noch mehr als sein Sieg blieben aber seine Tänze vor und nach dem Match in Erinnerung. Die Tanzeinlagen waren dabei Ausdruck seines Selbstbewusstseins.

"Das liebe ich", sagte der Youngster, der mit seiner positiven Einstellung die Herzen der Fans im Alexandra Palace im Sturm eroberte (Der Spielplan der Darts-WM).

Favoritensterben:

Die Niederlage von White war aber beileibe nicht die einzige Überraschung. Auch Brendan Dolan, Kim Huybrechts, Justin Pipe, Andy Hamilton, Henderson und Simon Whitlock mussten nach Runde eins die Segel streichen.

Besonders dramatisch war die Niederlage des an Position zehn gesetzten Australiers, der gegen Ricky Evans bereits mit 2:0-Sätzen führte und sogar zwei Match-Darts vergab.

Doch mit einem High-Finish über 130 Punkte entschied der extrem schnell werfende "Rapid" die Partie letztendlich für sich.

Eidams verpasst Sensation:

Nur ganz knapp an einer Sensation schrammte der Deutsche Rene Eidams vorbei. Und das, obwohl Michael van Gerwen zu Beginn gleich sechs Legs in Folge zur 2:0-Satzführung gewann.

Dann aber schlug die Stunde des Deutschen: Eidams holte sich mit einem 122er-High-Finish das Break und sicherte sich anschließend auch seinen ersten Satz. Im nächsten Durchgang spielte sich "The Cube" in einen Rausch und einen sichtlich überraschten van Gerwen mit drei gewonnenen Legs an die Wand.

Im finalen Durchgang setzte sich Topfavorit Van Gerwen dann zwar nach Verlängerung durch, doch Eidams hatte bei Fans und seinem Gegner Eindruck hinterlassen.

Kuriose Aussetzer:

Eidams Auftritt war besonders bemerkenswert, wenn man sein Vorrundenmatch gesehen hat.

Höhepunkt der niveauarmen Partie war der Versuch seines Gegners Thanawat Gaweenuntawong 36 Punkte auszuchecken. Dabei warf er zunächst auf die 20, dann auf die elf und versuchte zum Abschluss bei noch fünf ausstehenden Punkten die Doppel-8 zu treffen.

Ein Novum bei der WM war auch, dass die 180 bei einem Spieler Entsetzen statt Jubel lösten. Denn der Niederländer Dirk van Duijvenbode hatte bei seinem Wurf nur noch 180 Punkte gebraucht und damit überworfen.

Zu früh gefreut:

Eine ähnlich peinliche Panne unterlief Joe Murnan, der im entscheidenden fünften Satz gegen Hamilton 112 Punkte zur 5:4-Führung ausgecheckt hatte und danach seinen vermeintlichen Sieg feierte.

Was der WM-Neuling offenbar nicht wusste: Das Entscheidungsleg gibt es erst beim Stande von 5:5, zuvor benötigt man zwei Legs Vorsprung.

In Versuchung zu früh zu jubeln geriet Jyhan Artut bei seiner 0:3-Niederlage gegen Stephen Bunting nicht – ganz in Gegenteil.

Denn als sein Gegner Matchdarts erhielt, hatte ein frustrierter Artut genug und packte seine Pfeile in die Brusttasche. Doch Bunting ließ die Chancen liegen und ein überraschter Artut, der bereits zusammengepackt hatte, schnappte sich doch noch das Leg.

Taylor lässt Holländer rauswerfen:

Der glatte 3:0-Auftaktsieg von Rekordweltmeister Phil Taylor geriet fast zur Nebensache. Denn während der Partie fühlte sich der 55-Jährige von einem Zuschauer so sehr gestört, dass er ihn rauswerfen ließ.

"Da konnte sich jemand ganz vorne nicht benehmen", erklärte Taylor nach dem Match im SPORT1-Interview: "Aber er wurde rausgeworfen, alles gut."

Der Störer, mit dem Taylor zwischenzeitlich selbst kurz die Konfrontation suchte, ist Taylor wohlbekannt: "Ein Holländer, das muss ich loswerden. Ich weiß genau, wer das war."

Hohe Finishes:

Für ein kleines Highlight abseits des Rauswurfs sorgte Taylor aber dann doch noch. Mit 167 Punkten gelang ihm das höchste Checkout im bisherigen Turnierverlauf.

Damit übertrumpfte er Steve Beaton, der sein Erstrundenmatch mit einem Finish von 164 Punkten beendet hatte. Beim souverän 3:0-Sieg über Koke Kokori ließ der "Bronzed Adonis" auch zuvor nichts anbrennen.

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