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Phil Taylor absolviert eine erfolgreiche Doppelschicht und schlägt den Weltmeister und einen Landsmann. Michael van Gerwen brilliert gegen Thornton mit starkem Durchschnitt.

Phil Taylor war der Mann des Abends beim 10. Spieltag der Premier League in Sheffield. Mit zwei Siegen verteidigte der Rekordweltmeister die Tabellenführung eindrucksvoll.

Der Engländer hat sich mit der perfekten Punkteausbeute Luft auf Rang zwei der Tabelle verschafft. Taylor (18 Punkte) führt das Feld der seit vergangener Woche auf acht Spieler reduzierten Darts-Asse vor Michael van Gerwen (15) an (Spielplan und Tabelle der Premier League Darts).

In seinem ersten Einsatz nahm "The Power" Weltmeister Gary Anderson mit 7:3 auseinander und zeigte dabei ein grandioses Match.

"Ich liebe es gegen Gary zu spielen und dies wird ein weiteres großes Match", kündigte der sechsfache Premier-League-Gewinner Taylor im Vorfeld an. Ein großes Match lieferte allerdings nur er, und nicht der fehlerhafte Weltmeister, ab.

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Anderson verpasste beim Stand von 3:2 Taylor zu breaken, als er 68 Punkte nicht ausmachen konnte. Anschließend schnappte sich Taylor seinerseits das Break zum 4:3 und gab in Folge kein Leg mehr ab.

Ein Drei-Dart-Average von nahezu 100 Punkten bescherte Taylor zwei wichtige Punkte.

Wade dreht zu spät auf

Seinen zweiten Sieg fuhr Taylor im letzten Spiel des Abends im Duell der beiden "Doppelschichtler" gegen Landsmann James Wade ein.

Bis zum 5:1 sah alles nach einer Machtdemonstration des 55-Jährigen aus, obwohl dieser keineswegs überirdisch spielte.

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Wades Lauf kam zu spät und reichte nur noch zum zwischenzeitlichen 4:6.

Mit einem überschaubaren Drei-Dart-Average von 92,91 Punkten sowie einer Doppelquote von 30,43 Prozent, konnte der Weltranglisten-Dritte froh sein, dass er noch so klar gewann.

Van Gerwen zurück in der Erfolgsspur

Taylor auf den Fersen bleibt Michael van Gerwen.

"Mighty Mike" gewann ein kurioses Spiel mit 7:5 gegen Tabellenschlusslicht Robert Thornton.

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Das Spiel war ein stetiges Hin und Her. Der Favorit aus den Niederlanden gab das erste Leg ab, zog dann aber im Eiltempo auf 5:1 davon. Alles sah nach einem schnellen Ende aus.

Doch plötzlich biss sich "The Thorn" zurück in die Partie, nutze ungewohnte Fehler des Weltranglistenersten und kam bis auf 5:6 heran. Das letzte Leg zum Sieg holte sich Van Gerwen dann aber souverän.

Wie hochklassig das Match war, belegt der Average von "Mighty Mike" (117,95). Dies ist der zweithöchste Durchschnitt, der je in der Premier League gespielt wurde. 

Van Gerwen setzte sich durch den Erfolg zwei Zähler von Gary Anderson ab, für Thornton besteht keine Chance mehr in die Finalrunde der besten vier Spieler einzuziehen.

Wright zeigt Nerven

Einen wichtigen Sieg verpasste Peter Wright. "Snakebite" und Adrian Lewis trennten sich mit einem durchaus leistungsgerechten 6:6.

Das Spiel lebte nicht von hoher Qualität, sondern von der Dramatik – vor allem in der Schlussphase.

Schon bis zum 5:5 bekleckerten sich die Kontrahenten nicht mit Ruhm, in den letzten beiden Legs übertrafen sich Lewis und Wright mit dem Auslassen guter Chancen.

Da Lewis einen Rest von 94 nicht auf Null bringen konnte, gelang dem Schotten das bis dato einzige Break zum 6:5. Dann dann versagten Wright die Nerven: "Snakebite" schaffte es nicht, einen Rest von 100 mit sechs Darts auszumachen – Lewis bedankte sich für das Nervenflattern und erkämpfte sich das für ihn wichtige Remis.

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Lewis ist damit als Vierter punktgleich mit dem Drittplatzierten Gary Anderson und liegt weiter gut im Playoff-Rennen.

Zum Auftakt des zehnten Spieltags gewann James Wade mit 7:4 gegen Raymond van Barneveld. Dies war zugleich das fünfte Premier-League-Spiel von "The Machine"  ohne Niederlage in Serie - diese endete jedoch später gegen einen an diesem Abend nicht zu schlagenden Phil Taylor.

Der 10. Spieltag im Überblick:

James Wade - Raymond van Barneveld 7:4
Gary Anderson - Phil Taylor 3:7
Robert Thornton - Michael van Gerwen 5:7
Adrian Lewis - Peter Wright 6:6
Phil Taylor - James Wade 7:4

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