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Gary Anderson setzte sich auch im WM-Halbfinale 2016 gegen Michael van Gerwen durch
Gary Anderson setzte sich auch im WM-Halbfinale 2016 gegen Michael van Gerwen durch © Getty Images

Der Schotte holt sich beim Open-Air-Spektakel zum Auftakt der World Series erstmals den Siegerscheck. Auch im Halbfinale ringt Gary Anderson einen Hochkaräter nieder.

Gary Anderson ist der neue Wüstenkönig des Darts. Der Schotte entthronte im Finale des Dubai Darts Masters den Topfavoriten Michael van Gerwen, der die ersten drei Auflagen des lukrativen Turniers in den Vereinigten Arabischen Emiraten gewonnen hatte.

Durch das 11:9 im Finale sicherte sich "The Flying Scotsman" die Prämie von 65.000 Dollar, die für den Sieg beim Auftakt der World Series - unter freiem Himmel im Tennis Stadion - ausgesetzt war.

Dabei hatte der 45-Jährige trotz eines Elf-Darters im fünften Leg bereits mit 4:8 zurückgelegen, bevor er sechs der folgenden sieben Legs für sich entschied und damit das Match kippte. Es war Andersons 12. Sieg im 32. Duell mit dem Niederländer.

Gary Anderson sicherte sich erstmals die Trophäe beim Dubai Darts Masters
Gary Anderson sicherte sich erstmals die Trophäe beim Dubai Darts Masters © Dubai Duty Free

Van Gerwen ärgert sich

"Ich habe vier Darts aufs Doppel vergeben, durch die ich auf 9:6 hätte davonziehen können", ärgerte sich MvG. "Ich bin es selbst schuld, ich bin etwas von mir enttäuscht."

Anderson war dagegen aus dem Häuschen und sagte: "Ein brillianter Sieg, ich konnte sehen, wie Michael am Ende müde geworden ist und den Fuß vom Gaspedal genommen hat."

Um dem Wind zu trotzen, hatte er vor dem Event von 23-Gramm- auf 25-Gramm-Pfeile gewechselt - was sich auszahlte. "Im vorigen Jahr kam ich hierher und wusste nicht, was mich erwartet. Daraus habe ich gelernt."

Aufholjagd auch gegen Taylor

Zuvor hatte Anderson im Halbfinale den Rekordweltmeister Phil Taylor dank eines 6:1-Schlussspurts mit 11:7 ausgeschaltet. Mit dem gleichen Resultat setzte sich der Weltranglistenerste van Gerwen gegen Dave Chisnall durch.

Bereits am Donnerstag waren aus dem Achterfeld Adrian Lewis (1:10 gegen Chisnall), James Wade (2:10 gegen Taylor), Raymond van Barneveld (8:10 gegen Anderson) sowie Peter Wright, der beim 7:10 gegen van Gerwen auch einen Zehn-Darter kassierte, gescheitert.

Die ersten Sechs der Weltrangliste Anfang Januar waren automatisch qualifiziert, Chisnall und "Barney" hatten eine Wildcard erhalten.

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