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Mit dem European Championship steigt ein Highlight der Darts-Saison. Michael van Gerwen präsentiert sich im Finale in Bestform – zum Leidwesen von Mensur Suljovic.

Michael van Gerwen hat sich im Finale der Darts-EM im belgischen Hasselt eindrucksvoll gegen Mensur Suljovic durchgesetzt.

Im Eiltempo fertigte "The Green Machine" seinen Kontrahenten mit 11:1 ab. Dabei stellte der Niederländer beeindruckende Zahlen auf. 111,62 Punkte im Schnitt und 73,33 Prozent getroffene Doppelfelder sprachen eine eindeutige Sprache.

Suljovic wusste zeitweise gar nicht, wie ihm geschieht. Und fand folglich auch überhaupt nicht zu seinem Spiel. Mit einem Average von 85,91 Punkten und einer Doppel-Quote von 33,33 Prozent konnte "The Gentle" van Gerwen nicht im Ansatz gefährlich werden.

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"Ich habe fantastisch gespielt. Meine Finishes waren unglaublich, ich habe gut gescored. Ich bin unheimlich froh, dass ich diese Trophäe zum dritten Mal in Folge gewinnen konnte" sagte der Triumphator nach der Partie. "Es ist ein besonderes Turnier für mich. Wir sind hier nicht weit weg von meinem Zuhause in den Niederlanden, also sind immer viele Fans hier mit dabei."

Der unterlegene Suljovic war indes fast ebenso glücklich wie van Gerwen. "Es war überhaupt nicht enttäuschend für mich, im Finale zu verlieren. Ich bin total happy, überhaupt so weit gekommen zu sein", so der Österreicher.

"Snakebite" kämpft mit Fliege

Dabei gewann Suljovic sein Halbfinal-Match noch mit einer überzeugenden Leistung gegen Peter Wright mit 11:8.

Entscheidend: Beim Stand von 3:3 zog "The Gentle" mit vier Legs in Folge davon.

Zwar konnte Wright die Legs 14-16 gewinnen, Suljovic antwortete aber prompt mit einem 93er-Chekout zum 10:8. Ein Break im Anschluss besiegelten den Finaleinzug gegen van Gerwen.

Kurios: In Leg Nummer 17 hatte Wright mit einer lästigen Fliege zu kämpfen, die ihn in der Konzentrationsphase störte. Nach kurzem Rumfuchteln konnte "Snakebite" den Störenfried schließlich beseitigen und in Ruhe seine drei Pfeile werfen.

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Geholfen hat aber auch das nicht: Am Ende stand der Schotte bei einem Average von 98,34 Punkten und einer Doppel-Quote von 28,57 Prozent.

Am Ende stand der Schotte bei einem Average von 98,34 Punkten und einer Doppel-Quote von 28,57 Prozent.

Suljovic gelangen mit drei Darts im Schnitt 97,15 Punkte, 42,31 Prozent seiner Würfe auf die Doppel fanden ins Ziel.

Wade verlangt MvG alles ab

Der Weltranglistenerste Michael van Gerwen hatte in seinem Match mit James Wade mehr zu kämpfen, als er das vielleicht erwartet hatte. Der Niederländer setzte sich "Best of 21 Legs"-Modus mit 11:7 gegen "The Machine" durch.

Das Match war vom Start weg auf hochklassigem Niveau geführt. Frühes Highlight: ein 135er-Checkout von van Gerwen.

Beide Spieler ließen ihrem Kontrahenten kaum Spielraum für Fehler. Wade spielte einen 95,76-er-Average, MvG punktete im Schnitt mit 102,98 Zählern.

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Auch bei der Doppel-Quote war kaum ein Unterschied auszumachen. Wade brachte es auf starke 46,67 Prozent, van Gerwen auf noch stärkere 52,38 Prozent.

Die Entscheidung fiel im 17. Leg, als van Gerwen das entscheidende Break zur Drei-Leg-Führung gelang und "Mighty Mike" bei eigenem Anwurf auf 10:7 stellte. 

Die Halbfinals in der Übersicht:

Sonntag, 30. Oktober: 

Michael van Gerwen - James Wade 11:7
Mensur Suljovic - Peter Wright 11:8

Das waren die Viertelfinals:

Sonntag, 30. Oktober:

James Wilson - James Wade 7:10
Michael van Gerwen - Jelle Klaasen 10:3
Mensur Suljovic - Phil Taylor 10:3
Kyle Anderson - Peter Wright 5:10

Die Ergebnisse der zweiten Runde vom Samstag im Überblick:

Samstag, 29. Oktober

2. Runde: Best of 19 Legs

Anderson - Richardson 10:4
Suljovic - White 10:9
Wright - Reyes 10:7
Wilson - King 10:9
Klaasen - Bunting 10:4
Taylor - Cullen 10:3
Wade - Hopp 10:3
van Gerwen - Price 10:2

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