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2016 William Hill PDC World Darts Championships - Day Fifteen
Wenn Gary Anderson abermals den Titel holt, darf er sich über eine Rekordsumme freuen © Getty Images

Preisgeld der Darts-WM 2017: Noch nie war die ausgeschüttete Summe der PDC so hoch wie in diesem Jahr. Neben viel Ruhm und Ehre streichen die Dartspieler bei der WM ordentlich Preisgeld ein.

Die PDC Darts-WM 2017 im Alexandra Palace in London (ab 15. Dezember LIVE im TV auf SPORT1, im LIVESTREAM und im LIVETICKER) stellt in Sachen Preisgeld erneut einen neuen Rekord auf.

Mit der steigenden Bekanntheit des Dart-Sports werden auch immer mehr Umsätze generiert und so belohnt die Professional Darts Corporation (PDC) ihre Superstars wie Phil Taylor, Michael van Gerwen, Adrian Lewis oder Raymond van Barneveld mit höheren Preisgeldern.

Spitzenlastige Verteilung der Gelder

Die Gelder bleiben dennoch wie in den Jahren zuvor sehr spitzenlastig verteilt, der Sieger der Darts-WM 2017 in London erhält im Vergleich zu einem Dartspieler, der in der Vorrunde ausscheidet, ein regelrechtes Vermögen.

Klar, Leistung wird halt entsprechend belohnt, mögen die einen sagen. Bedenkt man aber, dass ein etwas höheres Preisgeld gerade in den unteren Rängen der "Order of Merit" - der Darts-Weltrangliste, wenn man so will - enorm viel ausmacht, wäre eine Reform durchaus im Bereich des Denkbaren gewesen.

Das Preisgeld bei der Darts-WM 2017

Aber zurück zum Preisgeld bei der diesjährigen Darts-WM. Demnach wird die PDC insgesamt 1.650.000 britische Pfund (etwa 1.9450.000 Euro) an ihre Spieler ausschütten. Das sind 150.000 Pfund mehr als im Vorjahr. So darf sich der Sieger dieses Jahr über 350.000 Pfund freuen, während sich Vorjahressieger Gary "The Flying Scotsman" Anderson mit "läppischen" 300.000 Pfund begnügen musste.

Der Zweitplatzierte bei der Darts-WM 2017 streicht immerhin noch 160.000 Pfund ein. Knapp die Hälfte davon erhalten die beiden Halbfinalisten, während sich die Spieler, die nicht über das Viertefinale hinauskommen, mit 38.000 Pfund begnügen müssen.

Preisgeld so hoch wie nie

Das Problem bei dieser Art der Verteilung: Muss man in der ersten Runde seinen Koffer wieder packen, was einem jungen, aufstrebenden Profi angesichts des sehr kurzen Formats durchaus passieren kann, fährt man mit 10.000 Pfund nach Hause. 3500 Pfund haben diejenigen sicher, die sich nach der Vorrunde verabschieden müssen.

Natürlich gibt es aber auch Boni zu gewinnen, so etwa für ein perfektes Leg: Ein "Nine-Darter", also neun perfekte Darts in einem Leg in Folge, würde 15.000 Pfund in die Kasse spülen. Sollten dieses Kunststück allerdings mehrere Teilnehmer im Turnierverlauf schaffen, wird der Bonus gerecht aufgeteilt.

Seit 2009 wurden insgesamt gerade einmal neun Neun-Darter bei einer PDC Darts-WM im "Ally Pally" geworfen.

Die einzigen Spieler, die in dieser illustren Liste gleich zwei Mal auftauchen, sind der Niederländer Raymond van Barnveld, Champion im Jahr 2007, und der englische Doppelweltmeister  Adrian Lewis (2010, 2011).

Anderson ohne Chance auf Spitzenposition

Wirft man einen Blick auf die aktuelle Geldrangliste, wonach sich die Setzliste bei Turnieren der PDC ergibt, könnte Gary Anderson selbst bei einem Turniersieg und dem Ausscheiden Michael van Gerwens in der ersten Runde nicht an die Spitze der PDC "Order of Merit" springen.

Die deutsche Hoffnung Max Hopp könnte bei einem möglichen, aber extrem unrealistischen, WM-Erfolg in London theoretisch von Platz 38 in die Top zehn aufsteigen.

Die Favoriten auf den großen Jackpot sind aber ganz andere: Michael van Gerwen, der Dominator der Tour, wird mit aller Macht versuchen, Anderson vom Thron zu stoßen, um seinen zweiten Titel nach 2014 zu gewinnen.

Doch auch die Konkurrenz schläft nicht. "Snakebite" Peter Wright ist für einen Major-Titel längst überfällig, der zweifache Weltmeister Adrian Lewis und Legende Phil Taylor lauern dahinter. Und auch Raymond van Barneveld sollte man noch nicht vorzeitig abschreiben.

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