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London und München - Der Höhepunkt der Darts-WM 2018 steht an. Vieles spricht für den 17. Titel von Rekordweltmeister Phil Taylor. Doch das macht Shootingstar Rob Cross Mut.

Es ist eine Paarung mit der so wohl niemand gerechnet hat. Im Finale der Darts-WM (Countdown ab 18.45 Uhr, Finale ab 21 Uhr LIVE im TV, STREAM und LIVETICKER) kommt es im Ally Pally zu einem rein englischen Duell - zum ersten und gleichzeitig zum letzten Mal treffen Altmeister Phil Taylor und Shootingstar Rob Cross aufeinander.

Es ist eine ungewöhnliche Partie: Phil "The Power" Taylor, der Spieler mit der größten Erfahrung im gesamten Starterfeld trifft auf Rob "Voltage" Cross, einen 27-Jährigen, der erst 2016 mit dem professionellen Darts-Spielen angefangen hat.

Viel größer könnten die Unterschiede wohl nicht sein.

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SPORT1 macht vor dem Showdown den großen Vergleich:

- Erfahrung

Phil Taylor ist die größte Legende seines Sports. Der 57-Jährige krönte sich bei 29 WM-Teilnahmen ganze 16 Mal zum Weltmeister - 21 Mal stand er im Finale. Bei Phil Taylors erstem WM-Titel im Jahr 1990 war Rob Cross gerade einmal sieben Monate alt.

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Doch nicht nur die Anzahl seiner WM-Titel ist beeindruckend. 218 Mal verließ Taylor bei einem Profiturnier das Oche als Gesamtsieger. 85 Major-Titel darf der Brite sein Eigen nennen. Cross bringt es bisher auf vier Pro-Tour-Titel in seinem ersten Jahr bei der PDC.

- Werdegang

Sowohl Taylor als auch Cross kommen aus der englischen Arbeiterklasse. Während Taylor unter anderem Halterungen für Toilettenpapier herstellte, verdiente "The Voltage" sein Geld als Elektriker - daher auch der Spitzname.

In seiner 28-jährigen Karriere brachte es "The Power" aber zum Multi-Millionär. Eine Marke, die auch für Cross - vor allem durch die stetig ansteigenden Preisgelder - möglich erscheint.

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- Preisgelder

In Sachen Preisgeld kann Phil Taylor auf ein prall gefülltes Konto blicken. Im Laufe seiner Karriere spielte er bisher 7,645 Millionen Pfund ein. Sein Finalgegner kann von solchen Summen derzeit nur träumen.

Am 3. Februar 2017 bekam er erstmals ein Preisgeld in Höhe von 250 Pfund. Im Laufe des Jahres hat er 296.000 Pfund eingespielt. Bei einem Finalsieg würde er satte 400.000 einnehmen.

- Turnier-Statistiken

In den letzten Monaten hatte Phil Taylor häufig Probleme beim Treffen der Doppelfelder. Diese Schwierigkeiten scheint er überwunden zu haben. Bei der WM glänzt er mit einer überragenden Checkout-Quote von 50 Prozent.

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Rob Cross checkte 41,6 Prozent seiner Legs erfolgreich. Allerdings spielte der 27-Jährige auch deutlich mehr als Taylor. Cross absolvierte bisher 35 Sätze, Phil Taylor 27.

Bei der Zahl der 180er ist derweil Shootingstar Cross deutlich in Führung. Er konnte bislang 55 perfekte Aufnahmen für sich verbuchen, Taylor traf 26 Mal die 180.

Auch in Sachen Average liegt der Jungspund in Führung - wenn auch nur knapp. Rob Cross hat nach den bisherigen fünf WM-Partien einen Durchschnitt von 100,93 - Taylor liegt mit 99,78 nur knapp darunter.

Auch bei den High-Finishes hat "The Voltage" die Nase vorn: Der 27-Jährige machte die 164 mit drei Pfeilen aus. Bei "The Power" waren es immerhin 126 Punkten.

- Form

Taylor startete etwas zittrig in die WM, steigerte sich aber von Spiel zu Spiel. Pünktlich zur heißen Phase war der Rekordweltmeister aber voll da und zeigte spätestens im Viertelfinale gegen Gary Anderson seine Klasse.

Cross zeigte über die gesamte WM eine sehr starke Leistung, was auch sein Turnierschnitt belegt. Auch in den engen Spielen gegen Michael Smith, Dimitri Van den Bergh und vor allem im Halbfinale gegen Michael van Gerwen behielt er immer die Nerven.

- Fazit

In nahezu allen Kategorien ist Taylor im Vergleich zu Cross klar im Vorteil. Ein Fakt dürfte dem 27-Jährigen aber Mut machen: Bei Taylors erstem WM-Titel 1990 trat er auch als ungesetzter Außenseiter an und setzte sich direkt die Krone auf. Vielleicht gelingt dieses Märchen nun Cross.

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