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Alexander Wurz ist im Moment als Berater bei Brawn GP tätig © getty

Der Österreicher plant sein Comeback in der Formel 1. Allerdings nicht als Fahrer, sondern als Teamchef eines Rennstalls.

Von Nikolai Kube

München - Die Formel-1-Fans dürfen sich ab kommender Saison voraussichtlich über eine ganze Hand voll neuer Teams freuen.

Nachdem sich mit den Mannschaften Prodrive, Lola, Campos, US F1 und Litespeed bereits fünf neue Teams eingeschrieben haben, hat sich nun ein weiterer Interessent bei der FIA gemeldet:

Laut "Autosport" will das österreichische Superfund-Team 2010 in die Königsklasse einsteigen (Alle Teams schreiben sich ein) .

Als Teamchef soll der ehemalige Williams-, McLaren- und Benetton-Fahrer Alexander Wurz fungieren. "Ich hatte immer Interesse daran, eines Tages ein Team zu managen", sagte der 35 Jahre alte Österreicher: "Schon als ich noch Formel-1-Pilot war."

Projekt schon länger geplant

Gegründet wird der Rennstall vom österreichischen Unternehmer Christian Baha, dem Eigentümer der internationalen Investmentgruppe Superfund. "Christian und ich haben darüber schon vor Jahren gesprochen. Als wir gesehen haben, dass die Kosten durch die Budget-Grenze und die Markt-Bedingungen schrumpfen, haben wir das als Gelegenheit betrachtet", sagte Wurz gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters".

Die neue Mannschaft sieht sich nach einem technischen Partner in Großbritannien um. Man will vorerst mit einem bereits bestehenden Formel-1-Team zusammenarbeiten und dessen Vorerfahrung als Grundlage für weitere Entwicklungen nutzen.

Wurz: "Man kann nichts endgültig entscheiden, bis klar ist, was 2010 erlaubt ist und was nicht." Der Weltverband FIA will 2010 drei neue Rennställe für die Königsklasse zulassen.

Welcher der Bewerber aufgenommen wird, darüber soll am 12. Juni entschieden werden.

Motorendeal mit Cosworth

Währenddessen soll in Österreich die Infrastruktur geschaffen werden: Der Ausbau sowie die Aufrüstung von Hallen sind geplant, damit das Team spätestens ab 2012 komplett eigenständig arbeiten kann.

Auch auf einen Motorendeal mit Cosworth hat man sich angeblich schon geeinigt.

Die endgültige Planung will das Wurz-Team allerdings von der Bestätigung der FIA (FIA und FOTA nähern sich an) am 12. Juni abhängig machen. Erst dann wird wichtiges Personal verpflichtet und ein Chassis entworfen.

Superfund nicht unbekannt

Superfund ist im Bereich des Motorsports nicht unbekannt. Das Unternehmen kooperierte eine Zeit lang mit Minardi, seit einigen Jahren unterstützt es finanziell mehrere Teams und Piloten.

Bis 2004 betrieb es mit der Superfund Euro 3000 sogar eine eigene Rennserie.

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