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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Walter Mayer kommt aus den Schlagzeilen nicht raus © getty

Der Österreichische Skiverband will den Dopingskandal in seinem Team bei den Olympischen Winterspielen 2006 zu den Akten legen.

Wien - Der Österreichische Skiverband (ÖSV) will den Dopingskandal in seiner Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen 2006 möglichst schnell und endgültig zu den Akten legen.

Nachdem die Staatsanwaltschaft Turin im Anschluss an umfangreiche Ermittlungen nun Anklage gegen zehn aktuelle und ehemalige ÖSV-Mitglieder einschließlich Präsident Peter Schröcksnadel erhoben hat, drängt der ÖSV auf eine schnelle Abwicklung des Verfahrens.

"Gute Gelegenheit"

"Wir kümmern uns um den Sport, und es ist uns - wie auch vielen sportbegeisterten Österreichern - zuwider, stets erneut mit dieser alten und längst gründlich aufgeklärten Geschichte konfrontiert zu werden. Wenn es aber nun schon ein Verfahren gibt, dann ist das eine gute Gelegenheit, um erneut zu beweisen, dass dem ÖSV nichts vorzuwerfen ist", sagte Schröcksnadel in einer offiziellen Stellungnahme seines Verbandes. (Fünf weitere Festnahmen)

Keine neuen Erkenntnisse

Bemerkenswert sei laut ÖSV-Stellungnahme, dass "es keinerlei neue Erkenntnisse gibt und die ganze Angelegenheit sportrechtlich längst auf- und abgearbeitet wurde. Personen, denen etwas vorzuwerfen war, wurden nach genauesten Untersuchungen bereits sanktioniert. Weiteren Personen war kein Vergehen anzulasten." (Wiener Blutzentrifuge)

Prozess im Herbst

Neben Schröcksnadel und Biathlon-Direktor Markus Gandler sind auch der mehrfach in Doping-Affären verstrickte Trainer Walter Mayer, der ehemalige Langlauf-Cheftrainer Emil Hoch, Sportarzt Peter Baumgartl, die früheren Biathleten Wolfgang Perner und Wolfgang Rottmann sowie die Langläufer Martin Tauber, Johannes Eder und Jürgen Pinter angeklagt. Der Prozess soll im Herbst beginnen.

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