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Bernhard Kohl war 2007 bis 2008 für das Gerolsteiner Team aktiv © imago

Laut einem Bericht des "Kurier" ist Bernhard Kohl von Hannes Hempel mit dem verboteten Medikament CERA versorgt worden.

München - Wie der "Kurier" berichtet ist der gedopte österreichische Radprofi Bernhard Kohl vom Ex-Radprofi und Triathlet Hannes Hempel mit dem im Sport verbotenen Medikament CERA versorgt worden.

Demnach hätte der Dritte der Tour de France 2008 den Doping-Ermittlern gestanden, das Epo-Produkt von Hempel bezogen zu haben.

Staatsanwaltschafts-Sprecher Gerhard Jarosch bestätigte gegenüber der Zeitung diese Angaben.

"Bernhard Kohl hat von Hannes Hempel einmal das Epo-Mittel CERA bekommen. Vor der Tour de France 2008", wurde Jarosch im "Kurier" zitiert.

Vorwürfe zurückgewiesen

Hempels Rechtsvertreter Herwig Hasslacher wies die Vorwürfe rigoros zurück. "Hannes Hempel hat weder gedopt, noch jemals etwas beschafft oder an irgendjemanden weitergegeben." (Zittern vor neuen Skandalen)

Er, Hasslacher, habe sich vergewissert, dass sein Mandant "niemals mit Doping zu tun hatte". Und überhaupt sei dies alles "ungeheuerlich", sagte Hasslacher dem "Kurier".

Rückzieher von Hasslacher

Nach Angaben von Hasslacher in einem Fernseh-Interview hat der Kärntner dieses Geständnis aber widerrufen.

"Es bestand eine große psychische Belastungssituation, er hätte alles unterschrieben, was man ihm vorgelegt hätte", erklärte Hasslacher in dem TV-Interview.

Laut Hempel sei dieses Geständnis kein Geständnis gewesen.

Vorwürfe von Hütthaler

Erst am 29. Mai hatte die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ein Strafverfahren gegen den 35-jährigen Hempel im Zusammenhang mit dem Bestechungs-Strafverfahren gegen die Triathletin Lisa Hütthaler eingestellt.

Sowohl vor der NADA als auch der Staatsanwaltschaft hatte Hütthaler sinngemäß behauptet, Hempel habe sie auf die Idee gebracht, 50.000 Euro für die Vertuschung einer positiven Doping-Probe anzubieten.

Bei ihm selbst hätten laut Hütthaler zwei Bestechungsversuche in Seibersdorf funktioniert.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt brachten aber kein Ergebnis.

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