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Richard Jefferson (l.) kam 2008 nach sieben Jahren in New Jersey zu den Bucks © getty

Zuwachs für San Antonios Triumvirat: Der Altmeister holt Ex-Nationalspieler Jefferson aus Milwaukee - im Tausch für zwei Oldies.

Von Michael Spandern

München - Mit einem spektakulären Trade haben sich die San Antonio Spurs zurück in den erlauchten Kreis der Titelkandidaten katapultiert.

Der Meister von 1999, 2003, 2005 und 2007 lotste Bucks-Topscorer Richard Jefferson nach Texas - im Tausch für die betagten Bruce Bowen und Kurt Thomas.

Auch die Detroit Pistons sind in diesen Deal verstrickt: Sie schickten Power Forward Amir Johnson zu den Spurs (die den 22-Jährigen gleich an die Bucks weitergaben) und erhielten Fabricio Oberto, den argentinischen Olympiasieger von 2004.

Zäh und gefährlich

Während die Spurs, die 2009 im Achtelfinale an den niedriger eingestuften Dallas Mavericks scheiterten, mit dem 38-jährigen Bowen und dem nur zwei Jahre jüngeren Center Thomas zwei Defensivspezialisten verlieren, bekommen sie den Topscorer der Bucks: Jefferson erzielte 2008/09 total 1607 Punkte und sprang als Hauptwaffe ein, als sich Michael Redd im Januar verletzte.

Zudem ist Jefferson neben Kobe Bryant (Bryant: "Ich gehe nirgendwo hin") der einzige NBA-Profi, der in den vergangenen zwei Spielzeiten in allen 164 Partien auf dem Feld stand und dabei durchschnittlich mehr als 20 Punkte erzielte (21,1).

Zudem ist der Small Forward erst 29 Jahre alt: "Das hilft uns, unser Team in eine neue Ära zu transformieren, jubelte R.C. Buford, General Manager der Spurs.

Lob von Tony Parker

Neben dem Triumvirat Tim Duncan, Tony Parker und dem in den Playoffs verletzten Manu Ginobili hat San Antonio nun eine vierte Angriffswaffe.

In der vergangenen Saison traf er 39,7 Prozent seiner Dreipunktwürfe und glänzte mit 4,6 Rebounds und 2,4 Assists pro Spiel auch als Allrounder.

"Er ist ein großartiger Flügelspieler", sagte sein neuer Teamkollege Parker. "So einen hatten wir bisher nicht im Team." (Wechselbörse: "T-Mac" im Schaufenster)

Pistons und Bucks sparen

Die Bucks wollen durch den Deal vor allem sparen. Im Hinblick auf die Saison 2010/11 reduziert er das Gehaltsbudget um 15 Millionen US-Dollar.

"Der Trade beschert uns sowohl kurz- als auch langfristig dringend benötigte Handlungsmöglichkeiten", erklärte der GM John Hammond - und denkt dabei wohl an Charlie Villanueva oder Ramon Sessions, die nächstes Jahr aus ihren Verträgen aussteigen könnten.

Auch die Pistons müssen nun weniger ausgeben: Erstens verdient der 34-jährige Oberto weniger als Johnson, zudem können sie den Center noch in diesem Jahr entlassen und dadurch 1,7 Millionen Dollar einsparen.

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