vergrößernverkleinern
Am 7. April 2009 gab Hütthaler das Ende ihrer Triathlon-Karriere bekannt © getty

Die als Dopingsünderin überführte Ex-Triathletin Lisa Hütthaler ist wegen Bestechung auf Bewährung verurteilt worden.

Die im Frühjahr 2008 des Dopings überführte Ex-Triathletin Lisa Hütthaler ist im Landesgericht Wiener Neustadt wegen Bestechung zu drei Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Hütthaler hatte sich vor Gericht dazu schuldig bekannt, im Mai des Vorjahrs einer Mitarbeiterin im Wada-Labor in Seibersdorf Geld geboten zu haben, damit ihre Doping-B-Probe negativ ausfällt.

Hütthaler war am 22. März 2008 bei einer Trainingskontrolle positiv auf das Human-Erythropoetin-Produkt Dynepo getestet worden. "Ich hab alles verloren. Ich dachte, ich komm' aus der Misere nicht mehr raus", erklärte sie in der Verhandlung.

Tipps von Sportlern

Die Idee zur Bestechung soll Lisa Hütthaler von selbst gekommen sein. Ihren Angaben zufolge habe sie sich zwecks Umsetzung auf Tipps aus Sportlerkreisen hin an den ehemaligen Radprofi und Triathlet Hannes Hempel gewandt, behauptete Hütthaler.

Dieser habe ihr gesagt, dass es dafür nun zu spät sei, da bereits die A-Probe vorliege und man nun nichts mehr machen könne. Sie wäre daraufhin selbst nach Seibersdorf gefahren und habe Geld mitgenommen.

20.000 Euro angeboten

Mit 50.000 Euro in der Tasche machte sich die Sportlerin, die ihren Angaben zufolge dank Sponsorengeldern bis zu ihrem positiven Doping-Test monatlich 3000 Euro ins Verdienen brachte, auf den Weg.

Nach Angaben der Laborantin, die Hütthaler ansprach, soll sie dieser 20.000 Euro für den Fall einer "günstigen" B-Probe offeriert haben.

Hütthalers früherer Lebensgefährte, der als Beitragstäter mitangeklagte Michael D., wurde vom Vorwurf freigesprochen, die Triathletin darin bestärkt zu haben, den gescheiterten Bestechungsversuch zu wagen. Nach Ansicht der Richterin war in seinem Fall keine Tatbestandsmäßigkeit gegeben.

Wegen Ruhm, Geld, Anerkennung

Auf die Frage, weshalb sie gedopt habe, antwortete Hütthaler der Richterin: "Ruhm, Geld, Anerkennung. Es muss halt im Sport alles passen". Bei ihr habe die Ernährung nicht gepasst. Das habe sie zum Dopen verleitet.

Ob eine 2007 erfolgte Herzoperation im Zusammenhang mit der Einnahme von Dopingmitteln stand, blieb in der Verhandlung ungeklärt.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel