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Fabian Cancellara gewann das erste Zeitfahren der Torur 2009 © getty

Der Olympiasieger verteidigt bei der 3. Etappe die Führung in der Gesamtwertung. Lance Armstrong fährt sich auf Rang drei.

La Grande-Motte - Fabian Cancellara verteidigt das Gelbe Trikot, "ManXpress" Mark Cavendish setzt seine Sprinter-Show fort, aber der große Gewinner heißt Lance Armstrong.

Der siebenmalige Toursieger knöpfte seinem Teamrivalen und Topfavoriten Alberto Contador auf der dritten Etappe der 96. Tour de France 41 Sekunden ab und ist mit einem Schlag zur Nummer 1 im Astana-Team aufgestiegen. (DATENCENTER: Ergebnis der 3. Etappe)

Dem Amerikaner, der nun Dritter im Gesamtklassement ist, winkt beim Mannschaftszeitfahren am Dienstag (ab 14.15 Uhr LIVE) im besten Fall sogar das Gelbe Trikot.

Tony Martin nun Zweiter

Den Sieg auf dem 196,5 km langen Teilstück von Marseille nach La Grande-Motte holte sich wie am Vortag Cavendish, der im Schlussspurt einer 27-köpfigen Spitzengruppe triumphierte.

Cavendishs deutscher Teamkollege Tony Martin gehörte der Fluchtgruppe, die sich 30 km vor dem Ziel abgesetzt hatte, ebenfalls an und ist mit 33 Sekunden Rückstand auf den Gesamtersten Fabian Cancellara nun Zweiter.

Armstrong wittert Windkante

Nach einer 160 km langen Bummelfahrt überschlugen sich bei starkem Gegenwind plötzlich die Ereignisse.

Urplötzlich entstand zwischen dem Columbia-Zug und dem Peloton ein Loch.

Armstrong bewies den richtigen Riecher und gehörte der Gruppe ebenso an wie Linus Gerdemann vom Milram-Team.

Die 27 Fahrer arbeiteten perfekt zusammen und fuhren schnell einen großen Vorsprung heraus. 126146(DIASHOW: Die Bilder der 3. Etappe)

Contador und Klöden verlieren Zeit

Contador hatte dagegen die Situation genauso wie seine Teamkollegen Andreas Klöden und Levi Leipheimer verpasst und verlor viel Zeit. 124560(DIASHOW: Die Favoriten der Tour)

Damit stieg Armstrong urplötzlich vom vierten auf den ersten Platz in der Astana-Hierarchie, gemessen am Gesamtklassement, auf.

"Tourminator" am Dienstag in Gelb?

Sollte am Dienstag alles perfekt laufen, könnte der 37-Jährige sogar ins Gelbe Trikot fahren. (Die Tour-Regeln: Wer, Wie, Was, Warum?)

Dann müsste sein Astana-Team aber 40 Sekunden auf Saxo Bank und Cancellara herausfahren.

Hushovd im Sprint ohne Chance

Cavendish, der schnellste Mann der Radsport-Welt, beherrscht unterdessen die Sprinter-Konkurrenz nach Belieben.

Der Schützling von Erik Zabel gewann im Sprint klar vor dem Norweger Thor Hushovd.

Da lediglich Hushovd als Sprintrivale vorne vertreten war, gestaltete sich das Finale noch einseitiger.

Perfekt vom Columbia-Zug vorbereitet fuhr Cavendish den Sieg sicher nach Hause und feierte bereits seinen insgesamt 15. Saisonsieg.

Bei der Tour stockte der 24-Jährige von der Isle auf Man sein Konto auf sechs Etappengewinne auf, nachdem er im Vorjahr gleich viermal triumphiert hatte.

Klare Führung im Kampf um Grün

"Es ist mein Job, Etappen zu gewinnen", sagte Cavendish gewohnt cool und ergänzte: "In diesem Jahr will ich aber endlich mal in Paris ankommen. Natürlich wäre dann auch das Grüne Trikot ein großes Ziel für mich."

Im Kampf um das Sprint-Jersey liegt Cavendish, der bei seinen ersten beiden Tour-Teilnahmen jeweils aufgab, mit nun 70 Punkten klar in Führung.

Vier Ausreißer werden eingeholt

Bevor Cavendish jubeln durfte, musste sein Team aber erst einmal arbeiten.

Auf dem Teilstück an der Mittelmeerküste bestimmte zunächst eine vierköpfige Spitzengruppe, bestehend aus den Franzosen Maxime Bouet, Samuel Dumoulin, dem Niederländer Koen de Koert und dem Spanier Ruben Perez das Geschehen.

Flucht nach 160 km beendet

Das Peloton hatte zunächst kein großes Interesse an einer Aufholjagd, sodass der Vorsprung auf 13 Minuten wuchs.

Am Ende musste das Quartett den Strapazen bei erneuten Temperaturen um 40 Grad aber Tribut zollen, sodass 30 km vor dem Ziel der Fluchtversuch beendet war.

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