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Kimi Raikkönen wechselte 2007 von McLaren Mercedes zu Ferrari © getty

Der Finne will Medienberichten zufolge am Saisonende sein Cockpit bei Ferrari räumen. Alonso ist angeblich auf dem Sprung.

Von Marc Ellerich

München - Womöglich sind es ja alles nur Gerüchte, welche die spekulationsreichste Zeit in der Formel 1, die "Silly Season" im Sommer, begleiten.

Doch schenkt man den Meldungen Glauben, steht bei der Scuderia Ferrari eine spektakuläre Personalie an.

Demnach verdichten sich die Anzeichen, dass Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen Ende der Saison sein Cockpit bei den Roten räumen und der spanische Doppel-Weltmeister Fernando Alonso statt seiner im Ferrari Platz nehmen könnte.

Premiere endet mit einem Crash

Genährt wird dieses Gerücht, das ja schon seit längerem kolportiert wird, durch einen Beitrag des finnischen Magazins "Veikkaaja".

Dort wird berichtet, dass Räikkönen in der kommenden Saison ausschließlich Rallyes fahren werde.

Seine Premiere im Rallye-Cockpit hat der "Iceman" kürzlich hinter sich gebracht, und dass er dabei nach einem Crash gegen einen Felsen früh ausschied, scheint ihm den Spaß offenbar nicht verdorben zu haben.

"Veikkaaja" jedenfalls zitiert anonym einen Kumpel des Finnen, der behauptet, Räikkönen rede nicht mehr von der Formel 1. "Er redet nur noch von Rallyes."

Rallyes als Freizeitbeschäftigung

Was auch immer von derlei anonymen Zitaten zu halten ist: Fest steht, dass Räikkönen von seinem Ferrari-Team immerhin die Erlaubnis erhalten hat, bereits während der laufenden Formel-1-Saison an den nicht ungefährlichen Rallye-Veranstaltungen teilzunehmen.

Räikkönen bedankte sich dafür kürzlich bei seinem Rennstall: "Ich möchte Ferrari dafür danken, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, an der 1000-Seen-Rallye teilzunehmen", so der "Iceman":

"Da wir während der Saison nun keine Tests mehr haben, haben wir nun viel Freizeit, und es ist schön, bei einer Rallye mitzufahren und damit eine Beschäftigung zu haben."

Was Räikkönen meinte: Ende August geht er im Fiat Abarth in Finnland erstmals bei dem WM-Lauf an den Start.

Besitzt Alonso bereits einen Vorvertrag?

Ins Bild eines Abschieds Räikkönens von Ferrari, der dort eigentlich noch einen Vertrag für das kommende Jahr besitzt, fügen sich die immer wiederkehrenden Spekulationen über Fernando Alonso.

Dem wird seit geraumer Zeit bereits ein Vorvertrag mit der Scuderia nachgesagt. Alonso selbst betreibt wenig zur Aufklärung. Mal dementiert er öffentlich, dann wiederum heizt er das Thema an.

Zuletzt wurde er von "El Mundo Deportivo" mit dem Satz zitiert, er sei "jederzeit bereit, zu einem Team wie Ferrari" zu wechseln.

Ferrari arbeitet schon am neuen Boliden

Zuletzt hatte er einen ebensolchen Wechsel energisch bestritten.

Immerhin: Einen konkurrenzfähigeren Boliden, als es sein Renault derzeit ist, dürfte er dann vorfinden, wenn es soweit kommt.

Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali gab nach dem Rennen auf dem Nürburgring 128245(Bilder des Rennens) bekannt, dass der Rennstall bereits mit der Entwicklung des Rennwagens für 2010 begonnen habe und gleichzeitig nicht mehr am aktuellen Boliden arbeiten werde.

Auch die Arbeit am kinetischen Energie-Rückgewinnungssystem KERS wurde nicht mehr fortgesetzt.

Entscheidung Anfang September

"In den nächsten paar Wochen werden wir komplett auf das neue Projekt umschalten, um sicherzustellen, dass wir keine Zeit verlieren, denn wir wissen, dass die nächste Saison besonders wichtig ist", sagte Domenicali am Wochenende (DATENCENTER: Das Rennergebnis):

"Da wollen wir mit einer besseren Basis starten. Es ist als nur noch eine Frage von Tagen und Wochen."

Und ähnlich dürfte es auch bei der Personalie Räikkönen-Alonso aussehen. Traditionell beim Heimrennen in Monza verkündet Ferrari seine Fahrer-Paarung für die kommende Saison.

Das wäre dann Anfang September.

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