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Markus Rogan schwamm 2008 Weltrekord über die 200 m Rücken © getty

Der österreichische Schwimmer hat Anzeige gegen die Türsteher der Disco erstattet. Die Polizei befragt nun Zeugen des Vorfalls.

Rom - Im Fall des ehemaligen österreichischen Schwimm-Europameisters Markus Rogan hat die Polizei in Rom Ermittlungen aufgenommen.

Der 27-Jährige war nach eigener Darstellung während der Schwimm-WM im Hinterraum einer Diskothek in Ostia bei Rom von vier Männern brutal zusammengeschlagen worden.

Rogan hat dabei massive Prellungen, Schwellungen sowie Gesichtsverletzungen erlitten.

Rogan verlässt Krankenhaus

"Nachdem wir Anzeige in Rom erstattet haben, sind erste Vernehmungen durch die Polizei vorgenommen worden", sagte Rogans Rechtsanwalt Mario Schiavon.

Rogan hatte berichtet, er sei von vier Türstehern in einem Hinterzimmer "aufs Brutalste geschlagen" worden. Der Kurzbahn-Weltmeister hatte die Privatklinik Villa Stuart in Rom am Dienstag verlassen.

Laut Manager Ronnie Leitgeb wird Rogan "die nächsten ein bis zwei Wochen an einem nicht genannten Ort verbringen".

Polizei befragt Zeugen

"Wir haben den Behörden eine Liste von Zeugen übergeben, die sich an jenem Abend in der Diskothek befunden haben.

Es handelt sich um circa acht Zeugen, sowohl Österreicher als auch Italiener, die von den Behörden befragt werden sollen", sagte Schiavon.

Er betonte, dass die Zeugen bestätigen könnten, "dass Herr Rogan nicht alkoholisiert war".

Betreiber unterstellen Alkoholmissbrauch

Die Betreiber der Disko wiesen die Vorwürfe hingegen zurück. "Rogan hat sich unkorrekt verhalten, weil er versucht hat, unerlaubt ins Lokal einzudringen, obwohl er zur Türe begleitet worden war. Er ist von dreieinhalb Metern Höhe gesprungen und hat sich dabei verletzt."

Zudem sei der Schwimmstar stark alkoholisiert gewesen.

"Er war betrunken, hat versucht, unerlaubt wieder ins Lokal zu gelangen, und hat dabei wirklich kein gutes Beispiel gegeben", berichtete Fabio Balini, ein Sprecher der Diskothek.

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