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Salzbrugs Franz Schiemer duellierte sich im Hinspiel mit Haifas Wladimir Dvalishvili © imago

Red Bull-Coach Huub Stevens hofft vor dem Rückspiel in Haifa auf ein Wunder. Doch nicht alles spricht gegen Österreichs Meister.

Von Benjamin Bauer

München - Es wird ernst für Red Bull Salzburg. In der Qualifikation zur Champions League muss das Team von Huub Stevens im Rückspiel gegen Maccabi Haifa (ab 20.30 Uhr LIVE ) die 1:2 Hinspiel-Schlappe wettmachen.

Österreichs Meister hofft dabei auf ein kleines Fußballwunder, wobei Bulls-Coach Huub Stevens nicht gerade euphorisch ist: "Unsere Aufstiegschance liegt nur mehr bei 30:70 Prozent. Wunder gibt es eben leider nicht so oft."

Ganz schwarz sieht der Coach aber nicht: "Wenn wir hundert Prozent unseres Potenzials ausspielen können, dann haben wir eine Chance", ist Coach Huub Stevens vom Aufstieg in die Königsklasse überzeugt.

7,1 Millionen Euro winken

Ein Einzug in die Champions Leaguie wäre für die Salzburger nicht nur sportlich lukrativ: Aus finanzieller Sicht stehen mindestens sechs Millionen Euro auf dem Spiel.

Allein als Startgeld warten auf jedem Klub in der Champions League 7,1 Millionen Euro. Sollte Salzburg an Haifa scheitern, würde es für das Antreten in der Gruppenphase der Europa League 900.000 Euro geben.

Haifas Heimschwäche macht Hoffnung

Hoffnung für Salzburg müsste allerdings die mäßige Heimspiel-Bilanz von Haifa machen. Zuletzt taten sich die Israelis daheim gegen den kasachischen Meister FK Aktobe schwer und lagen nach einer Viertelstunde bereits mit 0:3 zurück.

Allerdings lässt sich genau genommen nicht von Heimspielen sprechen.

Aufgrund der heiklen politischen Situation in Israel musste Maccabi nämlich des öfteren auf neutrale Orte ausweichen. Oder wegen des nicht Champions-League-tauglichen "Kiryat Eliezer Stadions" innerhalb des Landes reisen.

Zwei Auswärtssiege im Rücken

Red Bull Salzburg bleibt also der Hoffnungsschimmer, dass sich Maccabi bei "Heimspielen" in Tel Aviv erneut schwer tut und die "Bullen" an ihre bisherigen Erfolge auf fremden Platz anknüpfen.

In Dublin gab es einen glücklichen 1:0-Sieg, beim 2:1 in Zagreb zeigte Salzburg allerdings eine ansprechende Vorstellung.

Haifa will nicht "mauern"

Zudem dürfte Huub Stevens positiv stimmen, dass die Israelis keine reine Abwehrschlacht geplant haben. "Der Stil meiner Mannschaft ist von Natur aus offensiv, wir werden sicher nicht nur verteidigen. Aber wenn wir stürmen, dann müssen wir das verantwortungsvoll machen", kündigt Trainer Elisha Levi an.

So könnten sich für Salzburg sogar einige unverhoffte Kontergelegenheiten ergeben.

Personell kann Stevens weitgehend aus dem Vollen schöpfen. Nur Innenverteidiger Ibrahim Sekagya muss wegen einer Prellung des rechten Großzehengelenks passen.

Zürich fast durch

In den anderen Playoff-Begegnungen zur Champions League können es zwei Vereine ruhig angehen lassen. Der FC Zürich steht nach dem 3:0 im Hinspiel mit mehr als einem Bein in der Königsklasse.

Gleiches gilt für Olympique Lyon, die ein 5:1-Polster aus dem Hinspiel gegen den RSC Anderlecht haben. (DATENCENTER: Die Qualifikation)

Auch Atletico Madrid hat im Heimspiel gegen Panathinaikos Athen nach dem 3:2-Sieg im Hinspiel alle Trümpfe in der Hand. Außerdem empfängt Debreceni VSC Levski Sofia (Hinspiel 2:1).

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