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Auch Nationalspieler Franz Schiemer konnte die Pleite nicht verhindern © imago

Red Bull Salzburg muss nach einem chancenlosen Auftritt in Israel den Traum von der Königsklasse begraben.

Von Mathias Frohnapfel und Andreas Kloo

München - Der große Traum ist ausgeträumt, Red Bull Salzburg hat die Qualifikation zur Champions League verpasst.

Dabei hatten die Österreicher schon insgeheim gejubelt, als sie vom Los Maccabi Haifa erfahren hatten. Eine machbare Aufgabe, meinte man.

Stattdessen gab es nach einer 1:2-Heimpleite nun eine desillusionierende 3:0-Klatsche in Israel.

Peinliches drittes Gegentor

35.000 Zuschauer in Tel Aviv erlebten, wie Maccabi dank der Tore von Vladimer Dvalishvili (31.), Eyal Golasa (57.) und Mohammad Ghadir (90.) ins Tal des Jammers stieß.

Das 0:3 in der Schlussminute hatte sogar Slapstick-Charakter: (DATENCENTER: Die Qualifikation)

Verteidiger Barry Opdam schirmte den Ball vor dem gegnerischen Stürmer ab, als ihm Torhüter Eddie Gustafsson in die Quere kam und ihn außer Tritt brachte. Ghadir musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben. Eine Szene, die den unzulänglichen Auftritt der Salzburger symbolisiert.

Salzburgs Trainer, Sport1.de-Kolumnist Huub Stevens sah das Ausscheiden hinterher nicht nur negativ:"Das Positive ist, dass wir international bleiben."

Künftig werden die "Bullen" in der Europa League antreten, die am Freitag ausgelost wird.

Klage über zu viele Ausfälle

Die Schlappe gegen Maccabi erklärte Stevens so: "Wir hatten in beiden Spielen wegen Verletzungen und Sperren einfach zu viele Ausfälle. Jetzt hätten es die Ergänzungsspieler richten müssen - und das haben wir nicht geschafft."

Weiter klagte der Trainer: "Es ist schwierig, wenn man eine ganz andere Abwehr aufbieten muss."

Die Umstellungen in der Defensive waren der Personalnot geschuldet. Warum Stevens zu Beginn nur einen Stürmer aufbot, bleibt sein Geheimnis. Zunächst stürmte bei den "Bullen" nur Marc Janko, während Alexander Zickler bis zur Pause auf der Bank blieb.

Janko: "Eine Klasse stärker als wir"

Bei Janko machte sich nach der Partie der Frust bemerkbar. Er konstatierte: "Sie waren mindestens eine Klasse stärker als wir. Wir haben es nicht verdient, mit so einer Leistung in der Königsklasse zu spielen."

Besonders bitter: Die Salzburger erarbeiten sich keine ernstzunehmende Torchance und wurde phasenweise sogar vorgeführt.

Lernen in der Europa League

Indes bemüht sich Stevens nach vorn zu schauen. Bis Dezember spielt Red Bull nun auf jeden Fall in der Europa League und kann dort wichtige Erfahrung sammeln, so der Trainer.

"Wir haben gegen Haifa gesehen, dass wir noch viel lernen können. Und ich hoffe, dass wir das tun."

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