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Benjamin Raich hat mit dem Sieg die Führung im Riesenslalom-Weltcup übernommen © getty

In einem Hundertstel-Krimi verhindert Benni Raich einen Hattrick von Aksel Lund Svindal und feiert seinen 31. Weltcup-Sieg.

Lake Louise/Beaver Creek - Benjamin Raich hat in Beaver Creek im US-Bundesstaat Colodaro einen Hattrick von Aksel Lund Svindal verhindert..

Raich gewann mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor Ted Ligety aus den USA.

Nach den Siegen in der Abfahrt und im Super-G (Svindals zweiter Streich) verfehlte Svindal damit ein Jahr nach einem beinahe lebensgefährlichen Sturz im abschließenden Riesenslalom lediglich um eine Zehntelsekunde einen dritten Sieg und belegte Rang drei.

Die anderen Österreicher enttäuschten. Zweitbester ÖSV-Fahrer war Romed Baumann auf Rang 14.

Svindal: Als wäre er nie weg gewesen

Svindal führt in der Gesamtwertung souverän vor Altmeister Hermann Maier, der im Super-G am Samstag Rang zwei hinter dem Norweger belegt hatte.

Svindal war 2007 bereits Doppel-Weltmeister und Gesamtsieger im Weltcup, ehe ihn am 27. November des Jahres ein Trainingssturz in Beaver Creek im Wortsinn aus der Bahn warf.

Ein Ski bohrte sich dabei in seinen Oberschenkel und verfehlte die Arterie nur um Millimeter. Beim heftigen Einschlag ins Sicherheitsnetz zog sich Svindal außerdem mehrere Knochenbrüche im Gesicht zu, die Saison war gelaufen. Nach nur einem Jahr scheint er nun stark wie eh und je.

Debüt-Sieg für Fanchini

Im Super-G der Damen fuhr Andrea Fischbacher auf Rang zwei hinter der Italienerin Nadia Fanchini, die ihren Debütsieg im Weltcup feierte.

Die für Samstag geplante Abfahrt der Damen ist abgesagt worden. Starker Schneefall und heftiger Wind hatten zunächst zu einer zweimaligen Verlegung des Starts um letztlich eineinhalb Stunden sowie zu einer Verkürzung der Strecke um etwa 400 m geführt.

Norweger fährt allen davon

Beim Sieg am Samstag fand Svindal auf der anspruchsvollen "Raubvögel"-Strecke bei schwierigen äußeren Bedingungen mit teilweise sehr schlechter Sicht als einziger Starter die Ideallinie und "zerstörte" die Konkurrenz mit seiner Traumzeit von 1:13,05 Minuten.

Österreichs Ski-Superstar Hermann Maier, vor Wochenfrist Sieger beim ersten Super-G in Lake Louise, kam 0,45 Sekunden hinter Svindal auf den zweiten Platz vor seinem Landsmann Michael Walchhofer (0,58).

Züger stürzt

Der Schweizer Cornel Züger kam bei seinem Lauf zu Fall und zog sich Verletzungen im Gesicht zu. Er wurde ins nahe gelegene Krankenhaus nach Vail gebracht.

Maier behielt unterdessen seine Führung in der Super-G-Wertung. Svindal hat nach seinem zehnten Weltcup-Sieg jetzt den Spitzenplatz in der Gesamtwertung alleine inne, weil der Schweizer Daniel Albrecht nach einem Fahrfehler ausschied.

Svindal "wie Supermann"

"Ich fühle mich wie Supermann", hatte Svindal nach dem ersten Erfolg im Bundesstaat Colorado am Freitag gesagt. Als der Doppelsieg perfekt war, stammelte er: "Das ist einfach nur unglaublich."

Zweite Absage des Winters

Weil sich das Wetter in Lake Louise nicht besserte, entschied sich der norwegische Renndirektor Atle Skaardal schließlich zur Absage. Ob und wenn ja, wo das Rennen nachgeholt wird, stand zunächst noch nicht fest. Die Absage von Lake Louise ist bereits die zweite in der WM-Saison.

Am Donnerstag hatte das Wetter die Super-Kombi der Männer im amerikanischen Beaver Creek verhindert. Diese wird jedoch in der kommenden Woche im WM-Ort Val d'Isere nachgeholt.

Die Abfahrt auf der Strecke "Olympic Downhill" wäre die zweite in Lake Louise gewesen. Am Freitag hatte die US-Amerikanerin Lindsey Vonn ihren 15. Weltcup-Sieg gefeiert.

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