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Der Weltklasse-Zeitfahrer galt als eines der größten niederländischen Talente © imago

Zwei niederländische Radprofis werden mit der Doping-Affäre Matschiner in Verbindung gebracht. Der Österreicher bleibt in U-Haft.

Wien - Im mutmaßlichen Dopingskandal um den österreichischen Sportmanager Stefan Matschiner sind jetzt offensichtlich auch die beiden niederländischen Radprofis Thomas Dekker (24) und Michael Boogerd (36) ins Visier der Fahnder geraten.

Nach Informationen des deutschen Nachrichtenmagazins "Focus" werden beide verdächtigt, Kunden von Matschiner gewesen zu sein.

"Stümperhafte Dopingszene"

"Die Dopingszene im Spitzensport hat sich in Österreich eher stümperhaft die Präparate besorgt", wird Gerald Tatzgern, der Sprecher des Wiener Bundeskriminalamtes, im "Focus" zitiert.

Zeitfahr-Spezialist Dekker stand wie Boogerd beim niederländischen Rabobank-Team unter Vertrag, wurde aber 2008 wegen auffälliger Blutwerte entlassen.

Der zweimalige Tour-Etappensieger Boogerd hatte seine Karriere 2007 beendet (Alle Radsport-News) .

Matschiner wird nicht entlassen

Matschiner befindet sich derzeit für mindestens vier weitere Wochen in Untersuchungshaft.

Nach einer Haftprüfung am vergangenen Donnerstag blieben die bisherigen Haftgründe bestehen, hatte Gerichtssprecher Christian Geist mitgeteilt. Demnach bestehe nach wie vor "Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr".

Vorwurf des Dopinghandels

Der 31-Jährige befindet sich seit dem 3. April in U-Haft.

Der frühere Mittelstreckenläufer steht im Verdacht, mit Dopingmitteln gehandelt und sie unter anderem an den gesperrten Radprofi Bernhard Kohl sowie die geständige Triathletin Lisa Hütthaler weitergegeben zu haben. (Wiener Blutbank schwer belastet)

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