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Sidney Crosby (r.) war mit 19 Jahren der jüngste Kapitän in der NHL-Geschichte © getty

Zum dritten Mal in der Klubgeschichte gewinnt Pittsburgh den Stanley Cup. Ein "No Name" stellt die Superstars in den Schatten.

Detroit - Die Pittsburgh Penguins haben erstmals nach 17 Jahren wieder den Stanley Cup gewonnen und die wertvollste Eishockey-Trophäe der Welt zum dritten Mal in der Klubgeschichte geholt.

Das Team um den kanadischen Superstar Sidney Crosby gewann das entscheidende siebte Playoff-Finalspiel bei Titelverteidiger Detroit Red Wings mit 2:1 (STATISTIK: Der NHL-Playoffbaum).

Die Tore für Pittsburgh erzielte vor 20.066 Zuschauern in der ausverkauften Joe Louis Arena, darunter die Box-Legende Muhammad Ali, Center Maxime Talbot in der 22. und 31. Minute. Für Detroit traf Verteidiger Jonathan Ericsson (54.).

Glück für die Penguins

In einem dramatischen Finale musste am Ende noch das Glück für die Gäste herhalten. Detroits Verteidiger Niklas Kronwall traf 120 Sekunden vor Schluss nur die Latte und sein schwedischer Landsmann, Kapitän Nicklas Lidström brachte drei Sekunden vor Schluss einen Abpraller an Keeper Marc-Andre Fleury nicht vorbei.

"Ich wusste, dass nicht mehr viel Zeit war. Der Rebound ging nach außen weg. Ich habe mich dann nur dazu entschieden meinen Körper in die Flugbahn zu werfen. Der Puck traf mich im Bereich der Rippen und ich wusste: Es ist geschafft!", jubelte der Keeper

Crosby eifert Gretzky nach

Superstar Crosby errang wie einst sein legendärer Landsmann Wayne Gretzky, seinerzeit mit den Edmonton Oilers, im zweiten Anlauf die begehrte Trophäe.

"Ein Traum ist wahr geworden", sagte Crosby, der aufgrund einer Knieverletzung Mitte des zweiten Drittels die Begegnung nur noch von der Bank verfolgte. "Das ist das wovon du träumst. Mir wäre es natürlich lieber gewesen, wir hätten in vier Spielen gewonnen. Das wäre um einiges leichter gewesen und hätte uns nicht so viele Nerven gekostet." (Pittsburgh macht dicht und erzwingt Spiel 7)

Im vergangenen Jahr waren die Penguins, die den Cup 1991 und 1992 mit dem heutigen Teambesitzer Mario Lemieux holten, noch in der Finalserie in sechs Spielen an den Red Wings gescheitert (DATENCENTER: Ergebnisse).

Traurige Red-Wings-Premiere

Der elfmalige Stanley-Cup-Sieger Detroit ist damit erst das zweite Team in der NHL-Geschichte nach den Chicago Blackhawks (1971), das den Titel nach Siegen in den ersten beiden Heimspielen nicht holen konnte.

Sowohl Detroit als auch Pittsburgh hatten in dieser Serie bis zum Entscheidungsspiel ihre drei Heimauftritte jeweils gewonnen.

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