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Austria Kärnten spielt seit der Saison 2007/08 in der Bundesliga © getty

Der Bundesligist hat die Bedingungen des Liga-Ausschusses nicht erfüllt. In der Ersten Liga bangen vier Vereine um die Lizenz.

München - Der österreichische Bundesligist Austria Kärnten erhält keine Lizenz für die kommende Saison. Diese Entscheidung fällte der Senat der Bundesliga.

Der derzeitige Tabellen-Elfte aus Klagenfurt (Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle) kann gegen diesen Entschluss Protest einlegen.

Wenn das zuständige Komitee diesen ablehnt, bleibt das Ständige Neutrale Gericht als letzter Instanzweg.

Ansonsten erhielten alle Bundesliga-Vereine der Alpenrepublik die Lizenz ohne Auflagen.

Vier Erstligavereine betroffen

In der Ersten Liga wurden in der Admira, Gratkorn, dem FC Lustenau und Vöcklabruck hingegen gleich vier Klubs die Lizenz verweigert.

Leoben hatte keinen Antrag auf eine Lizenz gestellt und steht daher bereits vorzeitig als Absteiger fest.

Lizensierungsausschuss zufrieden

Der Vorsitzende des für die Lizenzentscheidung zuständigen Senates Dr. Hofer-Zeni zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden:

"Erstmalig konnten sämtliche Lizenzerteilungen ohne Auflagen erfolgen ? dies spricht für die Qualität der Antragsunterlagen. Jedoch war es in acht von 27 Fällen (fünf Bundesliga-Klubs und drei Regionalliga-Vereine) nicht möglich, bereits in erstes Instanz die Lizenz zu erteilen."

Präsident ist enttäuscht und optimistisch zugleich

Mario Canori, Präsident des Vereins aus Klagenfurt, hat wenig Verständnis für die Entscheidung:

"Trotz des uneingeschränkten Testats unseres bundesligalizenzierten Wirtschaftsprüfers wollte die Bundesliga keine positive Entscheidung treffen. Ich werde bei der nächsten Präsidentenkonferenz diese Vorgehensweise hinterfragen", so Canori.

Doch er bleibt optimistisch: "Zumindest nach Vorlage weiterer Beschlüsse des Landtags und des Gemeinderats kann einer Lizenzvergabe in zweiter Instanz nichts mehr im Wege stehen."

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