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Dursun Karatay (l.) kam 2007 aus Pasching zum SC Rheindorf AltachRed Bull © imago

Red Bull Salzburg blamiert sich zum Saisonabschluss gegen den Tabellenletzten bis auf die Knochen. Mattersburg bleibt erstklassig.

Von Felix Götz

München - Alles war bereits für die große Sause angerichtet, und alles schien nach Plan zu verlaufen. Die Meisterschaft hatte Red Bull Salzburg bereits vor dem letzten Spieltag unter Dach und Fach gebracht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zudem wurde Trainer Co Adriaanse, der in der kommenden Saison von Huub Stevens abgelöst wird, wie Niko Kovac, der seine Profikarriere nach 18 Jahren beendete, vor dem Spiel verabschiedet.

Die 22.500 Zuschauer in der Red Bull Arena feierten den niederländischen Coach und die ganze Mannschaft frenetisch.

Die gute Stimmung schien die Salzburger zunächst auch zu beflügeln. Nach 14 Minuten traf Alexander Zickler zum 1:0. Red Bull vergab in der Folgezeit beste Chancen.

Debakel im zweiten Durchgang

Dann folgte aber die große Blamage: Salzburg wurde vom Tabellenletzten regelrecht auf die Hörner genommen.

Der SCR Altach glich in der 40. Minute durch Kapitän Alexander Guem aus. Mit 1:1 ging es schließlich in die Kabine.

Dann brachen die Salzburger völlig auseinander. Tomas Jun (49.), Stephan Kling (71.) und Matthias Koch (82.) machten das 1:4-Debakel aus Sicht der Gastgeber perfekt.

Altach steigt ab

Bitter für Altach: Weil Mattersburg ebenfalls gewann, müssen die Vorarlberger trotzdem den Gang ins Unterhaus antreten.

"Mir tut es für die Mannschaft sehr leid, aber man muss wieder aufstehen, wenn man am Boden ist. Salzburg hat es uns nicht leicht gemacht und alles probiert. Ich werde jetzt ein, zwei Tage überlegen, ob ich in Altach bleiben werde", sagte Altach-Trainer Georg Zellhofer.

SV Ried - Sturm Graz 3:2 (0:1)

Trotz der Niederlage in Ried hat Graz den Sprung in die Europa League geschafft. Allerdings hätten die Gäste die Qualifikation bedeutend beruhigender perfekt machen können.

Mario Haas (15./68.) brachte die Grazer mit einem Doppelpack mit 2:0 in Führung, dann drehte Ried aber gewaltig auf.

Hamdi Salihi (70.) und Nacho (77.) sorgten für den Ausgleich, ehe Herwig Drechsel in der vierten Minute der Nachspielzeit per Foulelfmeter sogar noch den Siegtreffer erzielte.

Kapfenberger SV - Rapid Wien 0:4 (0:1)

Nach der verpassten Titelverteidigung hatten die Wiener wenigstens am letzten Spieltag einen versöhnlichen Saisonabschluss.

Alles überragender Mann auf Seiten von Rapid war Erwin Hoffer, der gleich drei Mal in Folge (2., 55., 64.) traf.

Den Schlusspunkt in einer über weite Strecken einseitigen Partie setzte Yasin Pehlivan (67.). Damit beendete Rapid die Saison als Tabellenzweiter, mit vier Punkten Rückstand auf Salzburg.

Austria Wien - Austria Kärnten 4:1 (0:1)

Die Austria war bereits vor der Partie sicher für die Europa League qualifiziert und konnte es von daher entspannt angehen lassen - etwas zu entspannt gingen die Hauptstädter dann tatsächlich in die Partie.

Denn Modou Jagne (9.) schoss Kärnten in Führung. Diesen Vorsprung verteidigten die Gäste bis zur Halbzeit.

Dann ging alles ganz schnell. Innerhalb von drei Minuten klingelte es durch die Tore von Joachim Standfest (51.) und einem Doppelpack von Mamadou Diabang (53., 54.) gleich drei Mal.

Damit war das Spiel praktisch entschieden. Standfest sorgte in der 79. Minuten mit seinem zweiten Treffer für den Endstand.

SV Mattersburg - Linzer ASK 3:1 (2:0)

Mattersburg hat den Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft und gleichzeitig LASK-Trainer Hans Krankl den Abschied vermiest.

Krankl konnte es verschmerzen, weil es für sein Team um nichts mehr ging. Umso wichtiger war der Dreier für den SV, der nach 18 Minuten durch Michael Mörz in Führung ging.

Zwölf Minuten später war der SV-Kapitän erneut zur Stelle und traf aus über 30 Metern zum 2:0. Linz kam danach trotz des Anschlusstreffers von Mario Mijatovic (58.) nicht mehr zurück ins Spiel.

Den Schlusspunkt setzte Thomas Wagner in der 87. Minute.

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