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Marc Janko und Kollegen müssen nach Irland reisen © imago

In der zweiten Runde der Qualifikation zur Champions League trifft Salzburg auf den irischen Meister Bohemians Dublin.

München - Der Weg von Red Bull Salzburg in die Gruppenphase der Champions League führt zunächst auf die Grüne Insel.

Österreichs Meister trifft in der 2. Qualifikationsrunde der Eliteliga auf Bohemians Dublin. Der zehnfache irische Meister ist aktueller Double-Gewinner 2008.

Das Hinspiel werden die Mozartstädter am 14./15. Juli zunächst in der heimischen Arena in Wals-Siezenheim austragen, am 21./22. Juli erfolgt das Rückspiel in der irischen Hauptstadt.

Stevens braucht Infos

"Ich kenne den Verein noch nicht. Aber wir werden uns so schnell wie möglich erkundigen", meinte Salzburgs neuer Coach Huub Stevens. Man werde alle Kontakte nutzen und die Bohemians ehestmöglich beobachten lassen.

Über Irlands Fußball wisse man, dass "ein sehr hohes Tempo gespielt wird". "Aber gegen Bohemians müssen wir bestimmen, wie hoch das Tempo ist", erklärte der Niederländer, der auch klipp und klar feststellte: "Die zweite Runde ist ein Muss, wenn wir in die Gruppenphase wollen."

Nachteil für Red Bull

Nicht ganz so glücklich war Stevens mit der Ansetzung. Dass das Rückspiel im Dalymount Park von Dublin über die Bühne geht, sei klar "ein Nachteil" für Salzburg.

Mit dem Verein aus Dublin durften die in der 2. Runde gesetzt gewesenen "Bullen" im Angesicht von Gegnern aus Aserbaidschan, Kasachstan oder Armenien aber zumindest in einem Punkt aufatmen. "Gut ist, dass uns nicht so große Reisestrapazen erwarten. Da hätte es anders kommen können", erklärte Stevens.

"Bohs" belegen Platz eins

Die 1890 gegründeten "Bohs" liegen nach 17 Runden der irischen Ganzjahresmeisterschaft derzeit an der Tabellenspitze. Seit 2007 wird der Verein vom 40-jährigen Iren Pat Fenlon gecoacht. Große europäische Ehren stehen für den Club aus Dublin nicht zu Buche, im Vorjahr scheiterten die Bohemians in der 2. Runde des UI-Cups am lettischen Vertreter FK Riga.

Anruf bei "Trap"?

"Wir werden mit hundertprozentiger Konzentration an die beiden Spiele herangehen", meinte Alexander Zickler zur Ausgangslage. Tipps holen könnte sich der deutsche Stürmer auch von Ex-Salzburg-Coach Giovanni Trapattoni, der seit Juni des Vorjahres irischer Teamchef ist. "Ich habe seine Handynummer. Durchaus möglich, dass ich Trapattoni anrufe", meinte Zickler mit einem Schmunzeln.

Wer käme dann?

Um in die angepeilte Gruppenphase der europäischen Eliteliga zu gelangen, müssen die Salzburger insgesamt drei Qualifikationsrunden überstehen.

Nach dem neuen Reglement bleiben den Salzburgern Kaliber wie Arsenal, Atletico Madrid, Stuttgart und Fiorentina erspart. Bei einem Aufstieg in die dritte Runde warten aber noch immer Teams wie Olympiakos Piräus, Partizan Belgrad, FC Kopenhagen oder Dinamo Zagreb auf die dann ungesetzten Salzburger.

Strohhalm Europa-League

Im Falle eines Ausscheidens in der dritten Runde könnten die Red Bulls in die vierte Europa-League-Qualirunde umsteigen. Bei einem Scheitern in der vierten und letzten Qualifikationsrunde stünde Österreichs Meister immerhin fix in der Gruppenphase der Europa League.

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