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Cristiano Ronaldo gewann 2008 mit Manchester United die Champions League © getty

Der Irrwitz kennt keine Grenzen: Real Madrid soll die Ablösesumme des Weltfußballers nun sogar zehnstellig festgeschrieben haben.

Von Thorsten Mesch und Martin Hoffmann

München - 94 Millionen Euro Ablöse hat Real Madrid für Cristiano Ronaldo ausgegeben. Da konnte einem schon schwindelig werden.

Auf 200 Millionen Euro hat Real laut der Zeitung "AS" die Ablösesumme für den portugiesischen Weltfußballer festgeschrieben (Ronaldo kostet 200 Millionen) . Da drohen - um im Bild zu bleiben - schon Ohnmachtsanfälle.

Gegen die neueste Summe, die jetzt im Spiel ist, hilft nun kein Riechsalz mehr.

Die "Marca" berichtet nämlich im Widerspruch zur "AS", dass die festgeschriebene Ronaldo-Ablöse in einer ganz anderen Dimension ist. 102361(DIASHOW: Die teuersten Transfers der Fußball-Geschichte)

"Klausel bei 1000 Kilos"

"Cristianos Klausel liegt bei 1000 Kilos", titelte Reals Hausblatt. Ein "Kilo" steht in diesem Fall für eine Million. Tausend Kilos machen eine Milliarde.

Richtig gelesen: Eine Milliarden Euro - eine eins mit neun Nullen.

Diese Summe ist zwar vollkommen utopisch, doch sie soll ausdrücken: Finger weg von unserem Spieler!

Präsident Florentino Perez will verhindern, dass Cristiano Ronaldo vor dem Ende seines sechs Jahre laufenden Vertrags von einem Konkurrenten abgeworben werden kann.

"Anti-Scheich-Klausel" nennen sie britische Medien in Anspielung auf den potenziellen Bieter Manchester City mit seinen arabischen Gönnern.

Ein Ronaldo = 66 Neuzugänge

Bisher hatten Spielführer Raul und Torjäger Ruud van Nistelrooy mit jeweils 180 Millionen Euro die höchste festgeschriebene Ablöse im Team der Madrilenen.

Mit den "tausend Kilos" für Cristiano Ronaldo hätte man theoretisch die 66 letzten Neuzugänge der "Königlichen" finanzieren können, fantasierte "Marca".

Für die kommende Saison hat Real Madrid neben Ronaldo auch bereits den Brasilianer Kaka für 65 Millionen Euro vom AC Mailand geholt. Weitere Verstärkungen sollen folgen.

Zwei England-Legionäre auf der Liste

Nachdem das Werben der "Blancos" um Bayern-Star Franck Ribery und EM-Torschützenkönig David Villa vom FC Valencia zuletzt nachgelassen hat respektive erloschen zu sein scheint, wirbt Real nun verstärkt um zwei England-Legionäre.

Vom FC Liverpool sollen die Europameister Xabi Alonso und Alvaro Arbeloa nach Madrid kommen.

Laut "Daily Mail" soll Xabi Alonso umgerechnet 35 Millionen Euro kosten. Im Doppelpack würden die Nationalspieler für 45 Millionen Euro vom englischen zum spanischen Vizemeister wechseln.

Zu Arbeloa meint Real-Manager Jorge Valdano: "Wir kennen ihn sehr gut, er ist eine Option. Er kann beide Außenverteidiger-Positionen besetzen, deshalb wäre er eine gute Wahl."

Heinze zurück nach England?

Da Liverpool, dessen finanzielle Lage als kritisch gilt, bereits 20 Millionen Euro für Neuzugang Glen Johnson vom FC Portsmouth ausgegeben hat, gilt der Verkauf eines Leistungsträgers als wahrscheinlich.

Sicher ist, dass Real Madrid seine Millionen-Transfers nicht allein aus Perez' Portokasse finanzieren kann.

Als Verkaufskandidat gilt daher nun Verteidiger Gabriel Heinze, einst Cristiano Ronaldos Teamkollege bei Manchester United. Er soll laut Medienberichten vor einer Rückkehr in die Premier League stehen.

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