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Steffen Hoffmann (l.) im Duell gegen Fernando Troyanski © getty

Austria Wien gibt gegen Rapid eine sichere Führung aus der Hand. Der lachende Dritte der Punkteteilung ist Red Bull Salzburg.

München - Das 288. Wiener Fußball-Derby ist mit einem 2:2 geendet.

Durch das gerechte Remis zwischen Austria und Rapid im mit 12.300 Zuschauern ausverkauften Horr-Stadion liegt Rapid bereits fünf Punkte hinter Spitzenreiter Salzburg, der damit bereits vor der letzten Runde in diesem Jahr als Winterkönig feststeht.

In einer intensiv geführten Partie beschränkten sich die Highlights weitestgehend auf die Phase von der 35. bis zur 55. Minute.

Vier Minuten - drei Tore

Joachim Standfest und Milenko Acimovic brachten Austria in Front (35. und 38.), doch Rapid glich dank Steffen Hofmann (39.) und Erwin Hoffer (52.) aus.

Beide Teams begannen abwartend und ließen sich nur selten aus der Defensive locken. Gefährliche Aktionen entstanden daher nur aus Weitschüssen von Rapid (Hoffer 17., Markus Heikkinen 17., Andreas Dober 22.) oder auf der Gegenseite aus von Acimovic ausgeführten Standard-Situationen. (Ergebnisse und Tabelle Österreich)

So wehrte Andreas Lukse eine Freistoßflanke des Slowenen in der 26. Minute an die Latte ab, fünf Minuten später verlängerte Boskovic einen Eckball des Mittelfeldspielers per Kopf an die eigene Latte.

Standfest steht goldrichtig

Rund zehn Minuten vor der Pause aber nahm die Partie Fahrt auf. In der 35. Minute setzte sich Acimovic gegen Dober durch und bediente Rubin Okotie, der im Strafraum Hannes Eder schlecht aussehen ließ und den Ball an Lukse vorbeilupfte - Standfest stand goldrichtig und versenkte den Ball aus kurzer Distanz im Netz.

Schon drei Minuten später stand es 2:0 für Austria. Der wenige Sekunden zuvor für Dober eingewechselte Jürgen Patocka verursachte nach einem Ballverlust an Okotie einen Freistoß, den Acimovic aus gut 20 Metern versenkte, wobei Torwart Lukse keine gute Figur machte.

Rapid kämpfte

Rapid kam allerdings postwendend zurück ins Spiel. Bei einem weiten Pass in den Strafraum unmittelbar nach dem Anstoß befanden sich die Austrianer offensichtlich noch in Feierlaune, Hoffer legte für Hofmann ab und der wieder von "Kettenhund" Fernando Troyansky bewachte Kapitän erzielte mühelos den Anschlusstreffer.

In der 43. Minute hatte Szabolcs Safar bei einem Hofmann-Freistoß große Mühe, den von ihm schlecht abgewehrten Ball schoss Boskovic aus kurzer Distanz ans Außennetz.

Der Rapid-Ausgleich war dadurch zwar aufgeschoben, dafür wurde den Hütteldorfern dann das 2:2 aber auf dem Silbertablett serviert. Nach einem weiten Abschlag von Ketelaer ließ Safar den Ball fallen und Hoffer musste das Leder nur noch ins leere Tor schießen (52.). Die Austria antwortete mit Chancen für Mario Bazina (54./Lukse parierte) und Okotie (55./Schupfer übers Tor), danach schlief die Partie aber wieder ein.

Rapid verpasst Revanche

Rapid hatte in der Folge bis zum Schluss etwas mehr vom Spiel und kam dem Sieg durch Hofmann, der in der 85. und 93. Minute (Freistoß) an Safar scheiterte, noch einmal nahe, verpasste jedoch die Revanche für das 0:2 vor rund vier Wochen und damit den dritten Sieg im 24. Antreten an der Austria-Heimstätte.

In der Derby-Gesamtbilanz bedeutete das 2:2 das 64. Remis bei 119 Rapid- und 105 Austria-Siegen (Torverhältnis 555:472).

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