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Georg Koch wechselte im Sommer 2008 zu Rapid Wien © imago

Das Kapitel Rapid ist für Georg Koch beendet. Fünf Monate nach dem Knallkörper-Angriff verkündet der Torhüter seinen Abschied.

Wien - Fünf Monate nach einer Knallkörper-Attacke im Stadtderby gegen Austria Wien hat der deutsche Torhüter Georg Koch (Spielerporträt) seinen Vertrag mit dem österreichischen Fußball-Rekordmeister Rapid Wien aufgelöst.

"Es ist alles unterschrieben. Ich bin in Düsseldorf und absolviere dort meine Reha-Maßnahmen", sagte Koch, der weiterhin mit Koordinationsproblemen und Schwindel kämpft, dem sid.

Er werde versuchen, seine Karriere fortzusetzen. Ob er nach seinem schweren Knalltrauma auf den Platz zurückkehren könne, sei jedoch ungewiss.

"So ein Abschied wäre eine Katastrophe"

"Ich habe immer noch etwas Probleme. Bis Ende des Monats wird sich entscheiden, ob es weitergeht. In Österreich hat es keinen Sinn mehr gemacht", sagte der frühere Bundesliga-Keeper:

"Ich wurde vom Platz getragen. So Abschied von meiner Karriere zu nehmen, wäre eine Katastrophe." (Österreichische Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle)

Rückkehr nach Düsseldorf nicht geplant

Deshalb hofft der 36-Jährige auf ein Engagement in der deutschen Zweiten oder Dritten Liga, für eine Rückkehr zu seinem langjährigen Verein Fortuna Düsseldorf besteht aber "keine Chance".

"Ich bin für alles offen und will im Sport tätig sein, auch nach dem Ende meiner aktiven Karriere. Aber daran denke ich jetzt nicht", sagte Koch.

Unmittelbar neben Koch war im 286. Wiener Derby (3:0 für Rapid) ein von der Tribüne geworfener Knallkörper explodiert. Koch übergab sich in der Kabine und kollabierte. Sein Vertrag mit Rapid lief bis zum 30. Juni dieses Jahres.

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