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Bernhard Kohl gestand Blutdoping bei der Tour de France 2008 © imago

Der Verdacht gegen Christian Hoffmann, Bernhard Kohl und Michael Rasmussen erhärtet sich. Auch andere nutzten wohl die Blutzentrifuge.

Wien - Wie erwartet hat die Sonderkommission Doping der Wiener Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die Radprofis Bernhard Kohl und Michael Rasmussen (Dänemark) aufgenommen.

Am Sonntag hatte die Tageszeitung "Kurier" berichtet, dass die beiden derzeit gesperrten Fahrer als Miteigentümer einer sichergestellten Blutzentrifuge ins Visier der Fahnder gekommen seien.

Aus dem gleichen Grund wurde auch schon gegen Skilanglauf-Olympiasieger Christian Hoffmann ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz eingeleitet.

Kohl bereits geständig

Die Zentrifuge war der SOKO bei den Ermittlungen gegen den Athleten-Manager Stefan Matschiner in die Hände gefallen.

Der geständige Doping-Sünder Kohl, der bei der letztjährigen Tour de France positiv auf das EPO-Mittel Cera getestet worden war, hatte bereits vor einigen Wochen zugegeben, 20.000 Euro für die Anschaffung der Zentrifuge bezahlt zu haben. (Kohls Tabula Rasa schockt Österreich)

Sollte sich bestätigten, dass Hoffmann, Kohl und Rasmussen das Gerät nicht nur für den Eigengebrauch verwendet, sondern für Geld auch anderen Sportlern zugänglich gemacht hätten, wäre dies zusätzlich strafrechtlich relevant

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