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Peter Schröcksnadel drohte, bei den OWS 2010 keine Biathleten starten zu lassen © getty

Die ÖSV-Funktionäre aus dem Turiner Doping-Skandal stehen vor der Begnadigung. Eine Drohung vom ÖSV-Präsident wäre dann passe.

Wien - Das Nationale Olympische Komitee von Österreich ÖOC hebt einem Medienbericht zufolge die Sperre gegen Biathlon-Direktor Markus Gandler und andere Betreuer vom österreichischen Skiverband ÖSV auf.

Die österreichische Tageszeitung "Die Presse" erfuhr aus Verhandlungskreisen von einer angeblich bereits gefällten Entscheidung, die am kommenden Mittwoch bei einer ÖOC-Sitzung offiziell bekannt gegeben werden soll.

Bei einer Begnadigung der Funktionäre wäre auch die von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel geäußerte Drohung, bei den Winterspielen 2010 in Vancouver keine Biathleten starten zu lassen, vom Tisch.

Begnadigung steht bevor

Ausgangspunkt war der Doping-Skandal bei den Winterspielen 2006 in Turin, als eine Spezialeinheit der italienischen Carabinieri die Teamquartiere der österreichischen Langläufer und Biathleten stürmte und Bluttransfusionsgeräte sicherstellte.

Später wurden in der Alpenrepublik mehrere Funktionäre für Olympische Winterspiele lebenslang gesperrt - nun steht die Begnadigung bevor.

ÖOC-Generalsekretär Matthias Bogner wollte gegenüber der Nachrichtenagentur "APA" keine Bestätigung abliefern: "Niemand kann wissen, wie die Entscheidung ausgeht."

Anklage gegen zehn Akteure

Zum fraglichen Personenkreis gehören auch die Biathlon-Trainer Alfred Eder und Walter Hörl.

Im vergangenen Winter holte Dominik Landertinger WM-Gold, für Christoph Sumann und die Staffel gab es Silber.

Allerdings sind die Probleme für die Verbandsspitze der Wintersport-Nation noch nicht ausgeräumt. Die Staatsanwaltschaft Turin hatte erst vor wenigen Wochen Anklage gegen zehn aktuelle und ehemalige ÖSV-Mitglieder einschließlich Schröcksnadel und Gandler erhoben.

Der Prozess soll im Herbst beginnen.

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