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Michael Waclhhofer holte sich 2003 den WM-Titel in der Abfahrt © getty

Nach über einem Jahr sorgt Michael Walchhofer in Gröden wieder für einen ÖSV-Erfolg. Bei den Damen siegt ein Teenager.

St. Moritz/Gröden - Michael Walchhofer hat Österreich den ersten Weltcup-Sieg in der alpinen Königsdisziplin seit einem Jahr beschert.

Auf der "Saslong" im Grödnertal in Südtirol wiederholte der 32 Jahre alte Weltmeister von 2003 in der Abfahrt seinen Erfolg aus dem Vorjahr.

Bei anhaltendem leichten Schneefall siegte Walchhofer auf der leicht verkürzten Strecke in 1:50,57 Minuten vor Bode Miller aus den USA (0,38 Sekunden zurück) sowie dem überraschend schnellen Manuel Osborne-Paradis aus Kanada (0,54).

14. Weltcup-Erfolg

Für den Olympia-Zweiten von 2006 war es im 197. Weltcup-Rennen der 14. Sieg.

Walchhofer räumte anschließend ein, dass ihn die Durststrecke der Österreicher in der Abfahrt bei seinem Rennen beeinflusst habe.

"Es war sicher eine Situation, wo man noch mehr für Österreich fährt als normal. Der Druck war schon da", erklärte der Hoteliers-Sohn aus Zauchensee und lobte sich selbst: "Die Fahrt war wieder perfekt."

Im Super-G noch 40.

Einen Tag nach der Startnummern-Lotterie beim Super-G hatte Walchhofer auch Glück.

Es hat bei mir auch das Wetter mitgespielt. Es war nicht ganz hundertprozentig gleich bei allen", gab er zu. Am Freitag war er dagegen selbst noch vom Winde auf Rang 40 verweht worden: "Das war einer der schwärzesten Tage meiner Karriere."

Hosp auf Rang fünf

Beim Super-G der Damen in St. Moritz war Nicole Hosp einmal mehr beste Österreicherin. Beim Debüt-Sieg der erst 17-jährigen Lara Gut führ die Tirolerin mit einem Rückstand von 1,05 Sekunden auf Rang fünf.(Ergebnisse und Liveticker)

Renate Götschl (1,19 zurück) meldete sich als Neunte zumndest unter den Top 10 zurück.

Favoritinnen verärgert

Aber auch auf der WM-Piste von 2003 herrschten unterschiedliche Verhältnisse für die einzelnen Starter.

Anja Pärson, die immerhin noch Vierte wurde beklagte sich hinterher, "dass der Schnee auf der Strecke nicht rausgeräumt wurde. Das war nicht fair."

Die Weltcup-Führende Lindsey Vonn fand außerdem die Kurssetzung des kanadischen Cheftrainers Heinzpeter Platter "zu gefährlich. An der schnellsten Stelle so zu setzen, war falsch".

Wie Vorjahressiegerin Emily Brydon (Kanada) erwischte es Vonn nach 34 Fahrsekunden bei einem Richtungswechsel.

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