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Der Südtiroler Christof Innerhofer fährt bei der Abfahrt von Bormio allen davon © imago

Christof Innerhofer gewinnt mit einem Husarenritt die Abfahrt von Bormio und verweist ein starkes ÖSV-Duo auf die Plätze.

Bormio - Außenseiter Christof Innerhofer ist auf der "Buckelpiste" von Bormio zu seinem ersten Weltcup-Sieg "geritten".

Der Italiener fuhr bei der Abfahrt auf der berüchtigten Stelvio bei grenzwertigen Bedingungen überlegene Bestzeit und distanzierte das Feld der Favoriten deutlich.

Nach 3200 Metern auf der teilweise extrem vereisten Piste lag der 24-Jährige in 2:03,55 Minuten am Ende 0,32 Sekunden vor dem Steirer Klaus Kröll, der Salzburger Michael Walchhofer wurde mit knapp einer Sekunde Rückstand Dritter.

Christoph Gruber landete in 2:05,18 Minuten auf Platz neun.

Coup hat sich angedeutet

Völlig überraschend kam der Sieg des Nobodys aber nicht.

Der Südtiroler hatte bereits im Training bei ähnlich schwierigen Verhältnissen mit den Rängen zwei und zwölf überzeugt.

Innerhofer war zuvor bei einer Weltcup-Abfahrt nie besser als Sechster gewesen, im Super-G fuhr er als Vierter von Beaver Creek zu Saisonbeginn sein bestes Ergebnis.

Svindal im Gesamt-Weltcup vorn

"Ich bin überglücklich. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen", sagte Innerhofer, der in der Disziplinwertung einen Sprung in die Spitzengruppe machte.

Walchhofer behielt dort Platz eins vor Kröll. Im Gesamt-Weltcup blieb Aksel Lund Svindal (Norwegen) vorne, obwohl der Abfahrtsweltmeister als 17. die Erwartungen nicht erfüllte (DATENCENTER: Ergebnisse Bormio).

"Sehr schwierig" (Svindal), "extrem schwer" (Walchhofer) oder einfach nur "brutal" (Kröll): Die Stelvio wurde ihrem Ruf beim letzten Rennen des Jahres gerecht.

Das befürchtete Sturz-Festival blieb jedoch aus. Jeder der Top-30-Läufer erreichte das Ziel, von insgesamt 49 Startern scheiterten nur fünf.

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