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Wolfgang Loitzl übernimmt die Führung der Gesamtwertung © getty

Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen triumphiert Wolfgang Loitzl. Auch die anderen ÖSV-Springer springen vorn rein.

Garmisch-Partenkirchen - Mit einem Paukenschlag haben die österreichischen Skispringer das neue Jahr eingeläutet.

Beim traditionellen Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen siegte Wolfgang Loitzl, der damit sein erstes Weltcupspringen gewann.

Loitzl setzte sich vor 26 000 Zuschauern mit Sprüngen von 134,5 und 136,5 Metern knapp vor Simon Ammann durch.

Damit löste er den Schweizer, der auf 140 und 134,5 Meter kam, an der Spitze der Tournee-Gesamtwertung ab.

Der Vorsprung des Österreichers ist mit mit 0,5 Zählern allerdings hauchdünn. (DATENCENTER: Ergebnisse Skispringen)

"Das ist wie Ostern und Weihnachten auf einen Tag. Ich bin überglücklich. Es ist ein Traum. Jetzt glaube ich daran, dass ich die Tournee gewinnen kann", jubelte Loitzl.

Dreimal in Serie war der Absprungkönig aus Österreich zuletzt auf Platz zwei gelandet, doch in Garmisch-Partenkirchen war die Zeit reif für den großen Triumph. Doppel-Olympiasieger Thomas Morgenstern und der zweimalige Skiflug-Weltmeister Gregor Schlierenzauer trugen "Wuff" Loitzl auf den Schultern durch das Stadion.

Die Harley wartet

In den letzten Jahren hatte der Mann vom WSC Bad Mitterndorf immer im Schatten seiner erfolgreichen Teamkollegen gestanden. Der mehrmalige Team-Weltmeister war ein braves Mitglied der Austria-Adler, doch kein Siegspringer. Vor dieser Saison wurde der Vater der kleinen Benjamin und Niklas jedoch zum Eigenbrötler, bereitete sich allein mit dem B-Team vor und war plötzlich in der absoluten Weltspitze.

Jetzt will er als erster Österreicher seit Andreas Widhölzl vor neun Jahren auch die Gesamtwertung der Tournee gewinnen. Danach bleibt nur noch ein Wunsch offen: "Ich will in diesem Jahr endlich mal meine Harley fahren."

Starke Teamleistung

Aber auch die anderen ÖSV-Adler erwischten einen glänzenden Jahresauftakt und sorgten für einen nahezu perfekten Tag für die Weitenjäger.

Auf den Plätzen vier bis sechs landen Gregor Schlierenzauer, Martin Koch und Thomas Morgenstern. Auch Andreas Kofler holt als 22. Weltcup-Punkte.

Für die Enttäuschung des Tages sorgte der Adam Malysz. Der Pole verpasste den zweiten Durchgang.

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