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John Kucera wurde am 17.September 1984 in Calgary geboren © getty

Überraschungssieg für den Kanadier John Kucera bei der WM-Abfahrt. Michael Walchhofer sorgt für eine kuriose Situation.

Val d'Isere - Der krasse Außenseiter John Kucera aus Kanada hat bei den 40. alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Val d'Isere sensationell die Goldmedaille in der Abfahrt gewonnen.

Der 24-Jährige aus Calgary, der in Weltcup-Abfahrten noch nie besser als auf Rang sieben platziert war, ist der erste alpine Weltmeister seines Landes.

WM-Gold hatten bislang nur Kanadas Frauen gewonnen, zuletzt gelang dies 2003 in St. Moritz Melanie Turgeon ebenfalls in der Abfahrt.

Kucera, der im Dezember 2006 beim Super-G im kanadischen Lake Louise zu seinem einzigen Weltcup-Sieg gefahren war, siegte bei dem durch Nebel beeinträchtigten Rennen in 2:07,01 Minuten knapp mit 0,04 Sekunden Vorsprung vor Super-G-Weltmeister Didier Cuche.

Dessen Schweizer Landsmann Carlo Janka gewann mit 0,17 Sekunden Rückstand auf den Sieger die Bronzemedaille.

Kucera nutzte auf der spektakuläten und sehr holprigen Piste "Face de Bellevarde" seine frühe Startnummer 2 aus. Bei seiner Fahrt hatte der Kanadier Sonnenschein und damit eine eine weitaus bessere Sicht als die meisten der Favoriten wie etwa Titelverteidiger Aksel Lund Svindal aus Norwegen (12.), die zeitweise durch eine Nebelbank im mittleren Abschnitt der Strecke fahren mussten.

Wegen der zeitweise widrigen Bedingungen wurde das Rennen immer wieder unterbrochen. Die Österreicher kassierten eine schwere Schlappe: Hermann Maier wurde als bester ÖSV-Athlet Sechster, Michael Walchhofer Zwölfter und Klaus Kröll Zehnter.

Ex-Weltmeister Michael Walchhofer durfte ein zweites Mal fahren, nachdem der Startrichter ihn angeblich trotz einer Unterbrechung auf die Strecke gelassen hatte.

Er belegte beim zweiten Lauf Rang neun, wurde aber nach einer Überprüfung durch die Renn-Jury doch mit der Zeit des ersten Laufs und damit als Zwölfter gewertet.

(Ergebnisse und Liveticker)

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